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Rauchdurchzündungsanlage geht in Betrieb

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Lodernde Flammen, Rauch und extreme Hitze an der Decke und die Atemschutzträger am Boden und in Hocke kauernd – so sieht es im Innern der Rauchdurchzündungsanlage aus, wenn die Feuerwehrler unter sehr realistischen Bedingungen den Löscheinsatz und die Menschenrettung bei einem Zimmerbrand üben. (Foto: Volk)

Übersee. Die Rauchdurchzündungsanlage (RDA) des Kreisfeuerwehrverbandes Traunstein wird am morgigen Samstag um 10 Uhr offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Im Anschluss wird die neue Aus- und Fortbildungsanlage für Atemschutzträger bei einem Tag der offenen Tür der Öffentlichkeit vorgestellt.


Die neue Schulungsstätte der Feuerwehren ist auf dem Gelände des Bauhofs in Übersee am Waldweg (neben dem Wertstoffhof) entstanden. Bis 16 Uhr finden Vorführungen statt, Feuerwehrler führen durch die Anlage und stehen für Fragen zur Verfügung. Zudem werden Einsatzfahrzeuge für Umwelt-, Strahlen- und Atemschutz ausgestellt.

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Im April wurde die RDA, deren Kernstück ein großer Container ist, angeliefert. Danach fanden die ersten Probeläufe statt und in den letzten Monaten wurden die Ausbilder, die künftig ihre Kameraden schulen, intensiv eingewiesen. Mittlerweile fanden die ersten Lehrgänge für Atemschutzträger statt. Sie sind bei fast jedem Löscheinsatz unverzichtbar. Ihr Einsatz ist aber auch besonders gefährlich. Die Feuerwehrler mit Atemmaske um Mund und Nase und mit Druckluftflasche auf dem Rücken sind oft das Rückgrat der Löschmannschaften, weil sie aufgrund ihrer Spezialausbildung in verqualmte Räume vordringen, Menschen retten und Brandherde ausfindig machen können. Das erfordert nicht nur Mut, sondern vor allem eine erstklassige Ausbildung, Selbstsicherheit und Routine. Mit der neuen Rauchdurchzündungsanlage steht den rund 1600 Atemschutzträgern im Landkreis Traunstein eine Übungsarena zur Verfügung, die sie bestmöglich auf den Ernstfall vorbereitet. Die Anlage ist die zweite ihrer Art in Oberbayern. Für Christof Grundner, Fachkreisbrandmeister für Atem- und Strahlenschutz und für Kreisbrandrat Hans Gnadl ist die »Heißausbildung« ein wertvoller und unter Umständen lebenswichtiger Bestandteil der Ausbildung für Atemschutzträger. pv