weather-image

Rathaus-Neubau stand im Mittelpunkt

0.0
0.0
Bildtext einblenden
Das Seebrucker Rathaus soll im nächsten Jahr durch einen Neubau ersetzt werden. (Foto: Rasch)

Seeon-Seebruck. Der Rathausneubau, Verkehrsthemen und der geplante Friedwald waren die beherrschenden Themen bei der Bürgerversammlung im Gasthaus Hafenwirt in Seebruck.


Nach Auffassung von Dr. Alfons Regnauer scheint die Gestaltung des neuen Rathauses bei den Seebruckern ein großes Thema zu sein. Die Bevölkerung befürchte, dass der Ersatzbau vom bestehenden Gebäude zu sehr abweichen und damit das Ortsbild beeinträchtigen könnte. Regnauers Aufforderung, die Bürger bei der Entwurfsgestaltung mitbestimmen zu lassen, wurde von Bürgermeister Konrad Glück augenzwinkernd zur Kenntnis genommen. Glück sagte, das Ortsbild sei auch nach Auffassung des Gemeinderates ein wichtiges Kriterium beim Realisierungswettbewerb, mit dessen Ausschreibung bald begonnen werden soll.

Anzeige

Wie mehrfach berichtet, hat sich der Gemeinderat vor rund zwei Jahren für den Standort Seebruck als einheitlichen Standort für die Rathausverwaltung ausgesprochen. Gleichzeitig soll in dem Neubau auch die Tourist-Information integriert werden. Mit dem Neubau, der nach Möglichkeit ohne Kreditaufnahme finanziert werden soll, soll im nächsten Jahr begonnen werden.

Zur geforderten Tempo-20-Zone in der Römerstraße räumte Glück ein, dass die Straße auch wegen seiner geringen Breite zur Einbahnstraße ausgebaut worden sei. Er sei sich der Konflikte bewusst, sehe darin aber bei gegenseitiger Rücksichtnahme nicht das ganz große Problem. Möglicherweise ließen sich im Zuge des Rathausneubaus und der damit verbundenen neuen Zufahrt, Verbesserungen einräumen.

Verkehrssituation im Ort soll verbessert werden

Nach Ansicht eines Antragstellers trage auch der geplante Neubau der Alzbrücke nicht zur Entschärfung der allgemeinen Verkehrsproblematik bei, die bei den Bürgerversammlungen seit Jahren im Fokus steht. So forderte Franz Mayer ein Konzept, das den »Brückenneubau und die Ortsverschönerung allgemein in Schwung bringt«. Zum aktuellen Stand des Brückenneubaus mit einem seeseitigen Geh- und Radweg, teilte Glück mit, dass derzeit die Grundstücksverhandlungen für eine Notbrücke laufen.

Er hoffe, so Glück weiter, dass dieser Schritt in Kürze abgeschlossen und die Maßnahme in Zusammenarbeit mit dem Straßenbauamt Traunstein als zuständige Behörde der Staatsstraße vorangetrieben werden könne.

Dritter Bürgermeister Rudi Mayer teilte mit, dass sich die Freie Wählergemeinschaft Gedanken über mögliche Lösungen gemacht habe, wie die Verkehrssituation im Ort verbessert werden könne. Die Vorschläge, die in einem umfangreichen Katalog zusammengetragen worden seien, können in einer öffentlichen Veranstaltung, die in naher Zukunft stattfinden soll, eingesehen und diskutiert werden. Der Schuh drückte die Seebrucker aber auch in weiteren Verkehrsfragen, wie den im Bereich Malerwinkl geplanten Kreisverkehr, der nach Aussagen des Bürgermeisters im nächsten Jahr realisiert werden soll.

Naturfriedhof bei Wattenham ist umstritten

Im Fokus der Diskussion stand auch der Friedwald. Im Zuge des in einem Waldstück bei Wattenham in der Gemeinde Seeon-Seebruck geplanten Naturfriedhofes prallen die Fronten aufeinander: Während der Gemeinderat das Projekt mit großer Mehrheit befürwortet, lehnt die Kirche einen Friedwald in dieser Form aus ethischen Gründen ab.

Für Diakon Georg Oberloher stellte sich die Frage nach der Notwendigkeit eines Naturfriedhofes. In seinen Augen ließe sich auch in den örtlichen Friedhöfen eine Lösung finden, um sich unter einem Baum bestatten zu lassen. Seines Wissens spreche sich auch die Regierung von Oberbayern im Rahmen des laufenden Verfahrens gegen das Grundstück im FFH-Gebiet aus. Oberloher warnte davor, das Grundstück, das ein echtes Juwel sei, nicht leichtfertig zu verwenden. Der Bürgermeister verwies dazu auf die Stellungnahmen, die im Zuge des Verfahrens zusätzliche Erkenntnisse bringen werden, über die der Gemeinderat dann zu befinden habe.

Kritik wurde auch darüber geübt, dass die Plakatierung immense Ausmaße annehme. Der Bürgermeister wurde darum gebeten, dafür zu sorgen, die »wilde Plakatierung« einzudämmen. Auf Anregung aus der Versammlung teilte Glück mit, dass in der Gemeinde eine Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED bereits vorgesehen sei. Es seien lediglich noch kleinere Abstimmungen notwendig. Ebenso versprach er eine ordentliche Bepflanzung der Fahrbahnteiler. ga