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Rathaus-Fassade soll in Klinker ausgeführt werden

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Die Rathauserweiterung in Traunreut nimmt konkrete Formen an. Bis Ende des Jahres soll der Rohbau der rund 6,35 Millionen teuren Baumaßnahme fertig sein. Nach dem Willen des Bauausschusses soll die Fassade in Klinker ausgeführt werden. (Foto: Rasch)

Traunreut. Nach dem Willen des Bauausschusses soll die Außenfassade des Rathausanbaus in Klinker ausgeführt und der Erkerbereich im ersten und zweiten Obergeschoß mit eloxierten, rötlichen Metallplatten hervorgehoben werden. Mit dieser Lösung verständigte sich das Gremium jetzt auf den Entwurfsvorschlag, den das Planungsbüro bei der Vorstellung der zusätzlichen Ausstattung vor einem Jahr empfohlen hatte.


Die Fassadenkonstruktion wurde gegen die Stimme von Hans Baltin (Grüne) abgesegnet. Baltin sprach sich ganz klar für eine in der Gegend typische Fassadengestaltung aus. Seiner Ansicht nach sollten die 90 000 Euro an Mehrkosten, die dadurch entstünden, lieber im Gebäude verbaut werden. Die große Mehrheit hingegen sprach sich vor allem unter dem Gesichtspunkt des späteren Bauunterhalts für eine Klinkerlösung aus, lehnte sich der Empfehlung des Planungsbüros an, das durch Christian Merk und Phillip von Funke vertreten war. In den Augen der Architekten ist eine Klinkerfassade sowohl technisch als auch bauphysikalisch die vernünftigste Lösung.

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Ebenfalls zur Kenntnis genommen und genehmigt wurde die bisherige Gesamtkostenüberschreitung des Bauprojekts, das kurz vor der Fertigstellung des Rohbaus steht. Nach derzeitigem Stand werden die Kosten auf rund 6,35 Millionen Euro berechnet. Dies entspreche einer Kostenüberschreitung inklusive Prognose um rund 45 000 Euro oder 0,71 Prozent, sagte Christian Merk. Diese relativ genauen Aussagen hinsichtlich der Kostensituation könnten deshalb getroffen werden, weil mittlerweile rund 60 Prozent der notwendigen Ausschreibungen durchgeführt worden seien.

Zufrieden äußerte er sich auch über den Baufortschritt. Das Bauwerk, mit dem im Juli begonnen wurde, habe mittlerweile sichtbare Formen angenommen. Im Moment werde das zweite Stockwerk ausgeführt und in Kürze das sogenannte Laternen-Geschoß. Bereits im Januar 2013 soll mit dem Einsetzen der Fenster begonnen werden. Merk geht davon aus, dass der Fertigstellungstermin am 7. Oktober 2013 auch eingehalten werden könne.

Die beiden Empfehlungen, die Fassade in Klinker auszuführen sowie die bisher am Projekt angefallenen Mehrkosten von 45 000 Euro als zusätzliche Mittel im Haushalt 2013 einzustellen, müssen noch vom Stadtrat in seiner Jahresabschlusssitzung am kommenden Donnerstag um 17 Uhr abgesegnet werden. ga

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