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Rathaus-Chef weiterhin hauptamtlich

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Inzell. Der Inzeller Gemeinderat sah in seiner jüngsten Sitzung keinen Grund, den Status bezüglich des Bürgermeisteramtes zu ändern.


Bezüglich des hauptamtlichen Status des Bürgermeisters hatte Gemeinderätin Annelie Gromoll (Offene Bürgerliste Inzell-Chiemgau) einen Antrag eingebracht. Sie wollte, dass der Status für die nächste Wahlperiode ab 2014 überprüft wird. Ihrer Meinung nach sollte sich solch eine Festlegung immer auf die momentane Situation der Gemeinde und nicht auf die Person des Bürgermeisters beziehen. Der Gemeinderat sah hier allerdings keinen Handlungsbedarf, diesen Status derzeit zu ändern.

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Keine Gegenstimme gab es zum Bauantrag in Holzen 13. Dort kann nun ein Güllebehälter mit einem Fassungsvermögen von 600 Kubikmetern westlich des bestehenden Stallgebäudes gebaut werden.

Auf Wunsch des Bürgermeisters erläuterten danach der Leiter der Kritischen Akademie, Wilfried Hess, und der Architekt Martin Weber ihre geplanten Baumaßnahmen. Demnach soll das Verwaltungsgebäude des Fort- und Weiterbildungszentrums in Richtung Salinenweg zweigeschoßig erweitert werden. Im Obergeschoß sind hier bis zu acht neue Zimmer geplant.

Parkplatz wird um 16 Standplätze erweitert

Zudem ist eine Erweiterung des Parkplatzes vor dem Komplex um 16 weitere Standplätze vorgesehen. Mit einer Vergrößerung des Heizkraftwerkes könnte schließlich die komplette Anlage mit regenerativer Wärmeenergie, in diesem Fall mit Hackschnitzel, versorgt werden. Dem Aufstellungsbeschluss zur 3. Änderung des Bebauungsplanes »Kritische Akademie« stimmte der Gemeinderat ohne Gegenstimme zu.

Ein Problem gibt es nach wie vor bei einem Wohnkomplex an der Kreuzfeldstraße. Hier wurde bei der Planung und dem anschließenden Um- beziehungsweise Ausbau offenbar übersehen, dass es keine Möglichkeit gibt, die Schneeräumung im Winter durchzuführen. Dies führt dazu, dass das Objekt jetzt im Winter schlecht oder nur bedingt per Auto erreicht werden kann und die Fahrzeuge der Bewohner bei Schneefall vor dem Haus und auf dem Gehweg abgestellt werden. Um die Situation zumindest vorübergehend zu entschärfen, hat die Gemeinde den Bewohnern aus diesem Grund, eine für die Wintersaison befristete Parkerlaubnis vor dem Festsaal eingeräumt.

Gemeinderätin Claudia Doppler forderte hier ein besseres Mitspracherecht und Einflussmöglichkeiten der Gemeinde im Vorfeld, um solche Situationen in Zukunft vermeiden zu können. Laut Geschäftsleiter Walter Neudecker ist dies aber nur in Gebieten mit bestehenden Bebauungsplänen effektiv möglich. Im Kerngebiet ist dies offenbar nicht so einfach umzusetzen. wb