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Rathaus Teisendorf erstellt Breitbandkarte

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Teisendorf – Die zeitnahe Erstellung eines Breitbandkonzepts für die Marktgemeinde Teisendorf hatte CSU-Gemeinderat Alois Stadler im Februar 2014 beantragt. Gerade noch im alten Jahr arbeiteten Verwaltung und Gemeinderat diesen Antrag ab. Einstimmig beauftragte das Gremium die Gemeindeverwaltung, eine Breitbandkarte zu erstellen. Sie ist nur für gemeindeinterne Zwecke bestimmt und soll der Ausarbeitung möglicher Erweiterungen bereits erschlossener, sogenannter »Kumulationsgebiete« sowie der Versorgung abgelegener Weiler dienen.


Die Breitbandkarte soll Aufschluss geben über die regionalen und überregionalen Glasfasertrassen, die Kabelverzweiger, die Breitbandverfügbarkeit und -geschwindigkeit sowie die Breitbandanbieter.

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In seiner Antragsbegründung hatte Stadler ausgeführt, das schnelle Internet sei ein wichtiger Standortfaktor, um im Wettbewerb mit den anderen Gemeinden künftig bestehen zu können. Die Möglichkeit von Bildung und Arbeit unabhängig von Ort und Zeit werde auch in Teisendorf an Bedeutung gewinnen. Mit dem Ausbau des schnellen Internets seien insbesondere zwei Ziele zu verfolgen: die Stärkung des Arbeits- und Gewerbestandorts sowie die Stärkung des Bildungsstandorts Teisendorf.

Verwaltung prüfte die Voraussetzungen

Die Gemeinde sei hier auf Fördermittel angewiesen. Ein flächendeckender Ausbau werde jedoch nur möglich sein, wenn die Kommune Eigeninitiative ergreift und vorab Möglichkeiten prüft, auch abgelegene Orte anzubinden. Dazu sei die Erstellung einer Breitbandkarte mit allen relevanten Informationen sowie die Festlegung eines Verantwortlichen Voraussetzung.

Die Verwaltung prüfte daraufhin die Voraussetzungen für eine solche Karte. Um Auskunft über Trassen und Anbieter zu erhalten, ist ein Antrag auf Einsichtnahme in den bundesweiten Infrastrukturatlas bei der Bundesnetzagentur (BnetzA) mit der Projektbeschreibung für ein konkretes Breitbandprojekt zu stellen. Die Daten sind dann maximal 24 Monate nutzbar.

Glasfasertrassen aus diesem Atlas in einer Breitbandkarte zu veröffentlichen ist somit nach den Bestimmungen der BnetzA nicht zulässig. Kabelverzweiger und bereits ausgebaute Trassen können jedoch den Ausbauverträgen entnommen und in einem Geoinformationssystem (GIS), das der Landkreis den Gemeinden für kommunalinterne Zwecke seit kurzem zur Verfügung stellt, erfasst werden.

Der Antragsteller stellte fest, dass die geplante Breitbandkarte bereits beim Einstieg in das zweite Förderprogramm sinnvoll gewesen wäre. Schnelles Internet sei nicht nur für Gewerbebetriebe, sondern unter anderem auch für Landwirte, Grafiker, Architekten und Schüler, die ihre Hausaufgaben zum Teil über das Internet abwickelten, dringend erforderlich. Einige Punkte des Antrags seien zwar schon abgearbeitet, wie die Bestimmung eines Breitband-Ansprechpartners in der Verwaltung. Doch beim Treffen des Breitband-Arbeitskreises sei die Notwendigkeit so einer Karte wieder deutlich geworden.

»Wir sind noch weit vom Endpunkt entfernt«

Edwin Hertlein (Bündnis 90/Die Grünen) unterstützte Stadlers Antrag ausdrücklich und betonte: »Wir sind noch weit vom Endpunkt entfernt.« Auch Hans Rauscher (SDP) befürwortete die Umsetzung des Antrags klar. Bürgermeister Thomas Gasser fügte an, bei künftigen Baumaßnahmen könne man dann auf diese Breitbandkarte zurückgreifen.

Aus nicht-öffentlicher Sitzung berichtete Gasser, dass der Auftrag für die Erstellung der Bebauungspläne für die Gewerbegebiete Amersberg und Warisloh an das Büro Richter in Freilassing vergeben worden sei. Die Gemeinde plane, den Toyota-Dienstwagen aus dem Jahr 2004 im Jahr 2017 durch ein Plug-In-Hybrid-Fahrzeug mit Allrad zu ersetzen. Die staatliche Förderung betrage bis zu 48,84 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten. Die neue Teisendorf-App stehe nun für alle Betriebssysteme zur Verfügung, ergänzte Gasser und gab die Einladung der Schnalzerpass Patting zum 39. Teisendorfer Gemeindepreisschnalzen am Sonntag, 17. Januar, ab 12.30 Uhr im Haus der Vereine in Weildorf weiter.

FWG-Rätin Anita Niederstraßer beantragte, dass an den Kreuzungen in Eichham und Weildorf Wegweiser für den Ortsteil Stötten aufgestellt werden. Georg Quentin (SPD) bat erneut um Anbringung einer neuen Schreibtafel in der Kegelbahn Neukirchen. vm