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Raserei auf der Autobahn endete tragisch

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Völlig zerstört wurde der Audi S8 bei dem schweren Unfall auf der Autobahn. (Foto: Karpf)

Übersee – Die Autobahn glich einem Trümmerfeld. Überall lagen Autoteile des völlig zerstörten Audi S8. Zwei Menschen wurden bei dem Unfall am Dienstagnachmittag (wir berichteten kurz) lebensgefährlich verletzt: Ein 33-jähriger und ein 24-jähriger Mann aus  Ingolstadt. Mittlerweile besteht aber laut Polizei keine Lebensgefahr mehr. Ein weiterer Insasse des Audi erlitt mittelschwere Verletzungen. Es entstand ein Schaden von über 125 000 Euro.


Der 24-jährige Fahrer des Audi war laut Polizei mit sehr hoher Geschwindigkeit auf der Autobahn Richtung Salzburg unterwegs. Als er aus einer langgezogenen Rechtskurve kam, sah er, dass ein Lastwagenfahrer zum Überholen ansetzte. Trotz Vollbremsung fuhr der Ingolstädter auf den Lkw auf. Die Wucht des Aufpralls war so extrem, dass das Auto abhob und über die Mittelleitplanke flog. Dort landete es zunächst auf dem Dach eines Geldtransporters, der in Richtung München unterwegs war. Der Audi überschlug sich im Anschluss mehrfach auf der Überholspur.

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Berichte im Internet, wonach es sich bei den drei Männern um Testfahrer von Audi handeln soll, dementierte die Polizei auf Nachfrage: »Das ist ein völliger Schmarrn. Da wurde einfach spekuliert, weil es ein schneller Audi mit Ingolstädter Kennzeichen war. Wir haben bei Audi nachgefragt. Das waren keine Testfahrer.«

Trotz ihrer schweren Verletzungen konnten sich die drei Männer selbst aus dem total beschädigten Auto befreien. Alleine am Audi entstand ein Sachschaden von über 100 000 Euro. Desweiteren wurden die Mittelleitplanke der Autobahn, der Lastwagen und ein Mercedes eines 81-jährigen Innsbruckers beschädigt, der von umherfliegenden Autoteilen getroffen worden war. Am Geldtransporter wurde das Dach eingedrückt und eine gepanzerte Hecktüre aufgerissen. Deshalb musste ein Ersatztransporter kommen, in den das Geld umgeladen wurde.

Die Autobahn war in beide Fahrtrichtungen für rund drei Stunden komplett gesperrt. Es entstand ein Stau in beiden Richtungen von rund 25 Kilometern.

Am Unfallort waren ein Notarzt, drei Rettungswägen, der Rettungshubschrauber und die Feuerwehren aus Bernau, Prien und Übersee mit 60 Mann.

Die Staatsanwaltschaft Traunstein hat einen Gutachter mit einem unfallanalytischen und technischen Gutachten beauftragt. KR

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