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Ramsauer ruft zur Beteiligung an der Wahl auf

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Traunstein. Gut besucht war der politische Frühschoppen des CSU-Ortsverbands Traunstein im Gasthaus Sailer-Keller. Mit dazu beigetragen hat sicher auch die Zusage von MdB Peter Ramsauer, der die Bürger dazu aufrief, von ihrem Wahlrecht Gebrauch zu machen.


OB-Kandidat Wolfgang Osenstätter machte nochmals deutlich, dass er als Schreinermeister, aber auch als Privatperson tief in Traunstein verwurzelt ist. Nochmals ging er auf die großen Sachthemen der Traunsteiner Kommunalpolitik der vergangenen Jahre ein. In seiner Rückschau betonte er unter anderem, dass die CSU-Fraktion im Stadtrat bei der »Gaudi mit der Klosterkirche« immer schon gegen einen zu umfassenden Aus- und Neubau war. Die Stadt habe – gerade im Hinblick auf die unkalkulierbaren Folgekosten – »keine Million übrig«.

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Eindringlich wies er nochmals auf die Notwendigkeit hin, im Süden Traunsteins Gewerbe anzusiedeln. Traunstein solle sich als »grüne Stadt« weiterentwickeln, betonte er im Hinblick auf die Landesgartenschau-Bewerbung. »Aber wir brauchen auch hochqualifizierte, innovative Arbeitsplätze«, so Osenstätter, der vor einem Wegzug junger Menschen warnte, die in der Stadt keine geeigneten Arbeitsplätze fänden.

Am Projekt Güterhalle räumte er der Realisierung eines Zentrums für alpenländisches Bauen im Umfeld des Gebäudes wenig Chancen ein. Die Sanierung der Güterhalle benannte er mit vier Millionen Euro, die in Aussicht gestellten Fördermittel der Städtebauförderung seien kein Argument für eine teure Sanierung: »Das sind auch unsere Steuergelder.« Im Nachgang wurden nochmals die CSU-Kandidaten für den Stadtrat vorgestellt, dem später auch die Vorstellung der Kreistagskandidaten folgte. Osenstätter lobte den guten Zusammenhalt und das »füreinander einstehen« der Kandidaten.

Ein besonderes Lob erhielten die Kandidaten vom heimischen Bundestagsmitglied Peter Ramsauer, der als Redner geladen war. Es sei eine sehr gute Mischung, was das Alter und die Berufe der Kandidaten angehe. Osenstätter und Landratskandidat Siegfried Walch attestierte er, dass sie das Zeug zu dem jeweiligen Amt hätten. Gerade die vielen Mitglieder der Jungen Union ermutigte er, sich weiter in die Politik einzubringen und erinnerte daran, dass er selbst vor 42 Jahren Mitglied der JU geworden sei. »Hängt euch rein – aber mit der richtigen Begründung«, ermutigte er die jungen Leute, in ihrem politischen Engagement nicht nachzulassen und sich in Sachthemen umfassend zu informieren. Eindringlich forderte Ramsauer die Anwesenden auf, sich an der Wahl zu beteiligen. Es sei auch gerade in der Kommunalpolitik nicht egal, wer regiere. »Überlassen sie die eigene Zukunft nicht den anderen«.

Im Rahmen der Diskussionen um die existenzbedrohende Kostenerhöhung für freiberuflich arbeitende Hebammen gab OB-Kandidat Osenstätter Hebamme Susanne Deckert Gelegenheit, die berufliche Situation von Hebammen darzustellen. Die Kosten für Haftpflichtversicherungen seien exorbitant gestiegen, die Haftungsdauer betrage derzeit 30 Jahre. »Wir fordern eine Deckelung der Haftpflichtschäden für Hebammen und eine Zurücksetzung der Haftungsdauer auf zehn Jahre«. Das Thema sei ein gesamtgesellschaftliches Problem. Ramsauer übergab sie eine entsprechende Unterschriftenliste.

In der anschließenden Diskussion wurden Themen wie der Einsatz von Gentechnik in der Landwirtschaft und die dringliche Bitte einer Anwohnerin in der Daxerau besprochen, die sich über die jahrzehntelange Lärmbelästigung durch den zunehmenden Verkehr Nahe der Auffahrt zur Südspange an der Bundesstraße 306 beschwerte.

OB-Kandidat Wolfgang Osenstätter machte deutlich, dass dieses Thema auch die Hinzuziehung des Straßenbauamts erfordere und man in den vergangenen Jahren vor allem auch die Entwicklung der Verkehrsströme beobachtet habe. Er wolle aber die Nöte und Sorgen der Bürger ernst nehmen und sich darum kümmern, betonte der CSU-Kandidat. awi

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