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Ramsauer gerne Beifahrer

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Als Bundesbau- und Verkehrsminister genießt Peter Ramsauer ohnehin den Luxus eines Fahrers. Dass er sich auch privat gerne chauffieren lässt, verriet der Minister aus Traunwalchen im Polit-Talkmagazin »hart aber fair« in der ARD mit dem Titel »Blitzer–Steuern–Citymaut«. »Meistens fährt meine Frau oder eine meiner älteren Töchter«, sagte Ramsauer und räumte ein, dass er auch privat diese Annehmlichkeiten genieße, weil es erstens bequem sei und er sich sicher fühle, wenn er danebensitze.


Sein Dienstwagen (750er Diesel-BMW) sei für ihn Transportmittel und Großraumbüro zugleich, quasi ein zweckorientierter Gegenstand, erklärte er in der in der inhaltlich von Pro und Contra geprägten, aber durchaus illustren Gästerunde mit der Rallyefahrerin Heidi Hetzer, dem Journalisten Manuel Andrack sowie dem Tübinger Grünen-Oberbürgermeister Boris Palme und dem Formel-1-Reporter Kai Ebel. Als Verkehrsminister eines hoch technisierten Landes, in dem laut Ramsauer 95 Prozent des Straßennetzes unter Tempolimit stehen, bezog er auch klar Stellung zu sogenannten Verkehrsrowdys. »Gegen verrückte Verkehrsrowdys ist kein Gras gewachsen.« »Ich will nicht, dass die, die sich an die Verkehrsordnung halten, die dummen sind und alle anderen tun, was sie wollen.«

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Eine Lanze brach er für die Einführung einer Pkw-Maut auf bundesdeutschen Straßen. Ramsauer: »Die Pkw-Maut muss sein.« Andererseits müsse ein zusätzlicher Etat aus dem Bundeshaushalt aufgebracht werden, um das Geld für das desolate und »bröckelnde« Straßensystem aufzubringen. Moderator Frank Plasberg sprach Ramsauer darauf an, dass dieser einmal in einem Zeitungsinterview erklärt habe, der Einsatz von »Starenkästen« (Blitzer, Radarfallen) dürfe nicht dafür herhalten, klamme Kassen zu füllen. Dazu erklärte der Minister, diese Bußgelder müssten zur Refinanzierung des Verkehrsnetzes, wie beispielsweise in den Radwegeausbau, verwendet werden. ga