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Raiffeisenbank investiert in Immobilienpaket

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Die Raiffeisenbank Trostberg-Traunreut hat mit den VR-Banken Pfarrkirchen, Eggenfelden und Bad Reichenhall in ein 59-Millionen-Euro-Immobilienpaket investiert. Es handelt sich dabei um acht Baumärkte, zwei Schnellrestaurants und zwei Einkaufsmärkte, die zum Verkauf angeboten wurden. Die Immobilien liegen mit einer Ausnahme alle in Bayern. Die Raiffeisenbank Trostberg-Traunreut beteiligte sich mit 20 Prozent (12 Millionen Euro) an dem Portfolio. Mit dieser Investition habe das Genossenschaftsinstitut ein weiteres Standbein für das Bankvermögen geschaffen, sagte der Vorstand der Raiffeisenbank Trostberg-Traunreut, Konrad Baueregger, bei der Vertreterversammlung in Purkering.


Der Ertrag aus den Windrädern, in die die Bank investiert hat, lag 2012 mit 13,1 Millionen Kilowatt über den Erwartungen. Die Anlagen in Sachsen liefen problemlos. »Mit dem Ertrag hätten wir theoretisch alle unsere Mitglieder mit Strom versorgen können.« Aktuell sind von den rund 31 000 Kunden über 10 462 auch Mitglieder der Bank, die ursprünglich mit der VR-Bank Mühldorf fusionieren wollte. Die Fusion sei jedoch nach langen Verhandlungen gescheitert, so der Vorstand.

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Bilanzsumme von 564 Millionen Euro

Bei einer Bilanzsumme von 564 Millionen Euro könne das Genossenschaftsinstitut wieder auf ein solides Geschäftsjahr zurückblicken. Der Jahresabschluss 2012 wurde von den 63 Vertretern einstimmig abgesegnet. Ebenso die Verwendung des Bilanzgewinns in Höhe von 1,2 Millionen Euro. Davon wird wieder eine Dividende von vier Prozent, das sind zusammen 233 000 Euro, an die Mitglieder ausgeschüttet. 200 000 Euro des Jahresüberschusses werden in die gesetzliche Rücklage eingestellt und 784 000 Euro fließen in das Eigenkapital.

Bei den Einnahmen der Gewinn- und Verlustrechnung schlugen im Wesentlichen die Zinsen und Provisionen mit 24 Millionen Euro zu Buche: Die größten Ausgabeposten waren die Zinsaufwendungen und die Personalkosten sowie Sachaufwendungen mit zusammen rund 18 Millionen Euro. Die Kredite, die an die Kunden ausgeliehen wurden, lagen bei 308 Millionen Euro. In Schuldverschreibungen und festverzinslichen Wertpapieren hat die Bank 189,850 Millionen Euro angelegt. Die Forderungen an Kreditinstitute beliefen sich auf rund 26 Millionen Euro. Dem gegenüber stehen die Verbindlichkeiten gegenüber den Kunden mit 452,5 Millionen Euro. In den Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten in Höhe von 57,3 Millionen Euro sind etwa 52 Millionen Euro aus den staatlichen Programmkreditgeschäften enthalten. Das ausgewiesene Eigenkapital betrug im vergangenen Jahr 36,4 Millionen Euro.

Neuausrichtung der Bank

Vorstand Franz Hofmann informierte über die Neuausrichtung der Bank. Im Zuge eines »Energie-Checks« habe sich die Bank dem veränderten Kundenverhalten angepasst und die Service- und Beratungsqualität gesteigert. Um weiterhin rentabel das Netz mit elf Geschäftsstellen aufrechtzuerhalten, habe das Genossenschaftsinstitut die Besetzung und zum Teil auch die Öffnungszeiten an das sich seit Jahren ändernde Kundenverhalten und die Neuausrichtung der Bank angepasst. Die Geschäftsstellen habe man in fünf Marktbereiche zusammengefasst.

Hofmann erwähnte auch das soziale Engagement. So wurden wieder 55 000 Euro an gemeinnützige Einrichtungen wie Vereine, Schulen oder Kindergärten gespendet. Aus aktuellem Anlass sei auch ein Spendenkonto für die Hochwasserhilfe eingerichtet worden. Die Spenden gehen an die Bürgerstiftung Traunsteiner Land und unterstützen Hochwasseropfer im Landkreis Traunstein. Zudem habe der VR-Gewinnsparverein eine Soforthilfe von 250 000 Euro zur Verfügung gestellt für Hochwassergeschädigte in ganz Bayern.

Bei der Versammlung wurden auch die beiden turnusgemäß ausgeschiedenen Aufsichtsräte Peter Gäßl aus Babensham und Alois Stitzl aus Altenmarkt einstimmig wiedergewählt.