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Dritter Antrag nach erfolglosen Anläufen – Untere Verkehrsbehörde hat zu entscheiden

Räte für Ampel in Erlstätter Ortsdurchfahrt

Grabenstätt – In der Erlstätter Ortsmitte unweit des Gasthofs Fliegl soll im Bereich des Fußgängerüberwegs über die Kreisstraße TS3 endlich eine Lichtzeichenanlage für Fußgänger errichtet werden. Der Gemeinderat sprach sich in seiner jüngsten Sitzung einstimmig dafür aus, einen entsprechenden Antrag bei der Unteren Verkehrsbehörde im Landratsamt Traunstein zu stellen.

Hier am Zebrastreifen in der Erlstätter Ortsmitte soll nach dem Willen des Gemeinderats und vieler Bürger eine Ampelanlage errichtet werden. (Foto: Müller)

Im Oktober 2002 war erstmals eine solche Ampelanlage beantragt worden. Zwei Monate später wurde der Antrag aber von der Unteren Verkehrsbehörde abgelehnt. Im Zuge eines neuerlichen Antrags im März 2005 hat die Gemeinde dann sogar verbindlich erklärt, den wesentlichen Anteil der damals ermittelten Umbaukosten in Höhe von gut 20 000 Euro zu übernehmen – circa 11 500 Euro für die Beschaffung und Installation der Ampelanlage und rund 10 000 Euro für deren Errichtung und die notwendigen Vorarbeiten.

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Auch die damals prognostizierten, monatlichen Wartungs- und Betriebskosten in Höhe von rund 75 Euro hätte die Gemeinde übernommen, trotzdem fand auch dieser Antrag im Juli 2005 bei der zuständigen Verkehrsbehörde nicht die erhoffte Zustimmung. Eine Lichtsignalanlage komme erst bei einer Durchfahrt von mehr als 450 Fahrzeugen pro Stunde in Frage und dieser Wert werde auf der Kreisstraße TS 3 in Erlstätt nicht erreicht, wurde die Ablehnung damals begründet.

Den Stein wieder ins Rollen gebracht hatte unlängst in der Erlstätter Bürgerversammlung Helmut Vordermayer mit seiner schriftlichen Eingabe zu den Verkehrsproblematiken in Erlstätt und seinem dann vor Ort nochmals erneuerten, flammenden Appell für zwei Ampelanlagen an den viel befahrenen und besonders für querende Fußgänger gefährlichen Kreisstraßen TS 54 und TS 3. Er freue sich darüber, dass sich ein Bürger in dieser Angelegenheit so eingebracht habe und auch bei den zuständigen Behörden mit Nachdruck vorstellig geworden sei, so Christian Fellner (Bürgergruppe). Es wäre aber wünschenswert gewesen, dass zu dem Ortstermin mit den entsprechenden Fachstellen auch die Erlstätter Räte eingeladen worden wären.

Franz Kreiler (Bürgergruppe) pflichtete ihm hier bei. Er sei zwar ein »Verfechter eines Warnblinklichts« gewesen, doch »auch eine Ampel ist in Ordnung, die muss aber schnell schalten«, so Gerhard Wirnshofer (Bürgergruppe). Eine Blinkanlage sei aus verkehrsrechtlicher Sicht nicht möglich, kamen Fellner und Bürgermeister Georg Schützinger überein.

Für den Rathauschef hat nun absolute Priorität, dass »wir einen gescheiten Antrag stellen« und man nach 15 Jahren endlich zu einer für alle Beteiligten zufriedenstellenden Lösung komme. Optimistisch stimme ihn, dass die Untere Verkehrsbehörde das Ersetzen exponierter Fußgängerüberwege durch Ampelanlagen mittlerweile offenbar positiver beurteile.

Prüfungen der Fußgänger- und Fahrzeugfrequenz würden in solchen Fällen in der Regel nicht mehr durchgeführt, vielmehr seien die örtlichen Gegebenheiten ausschlaggebend. mmü