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Radweg kann schon bald gebaut werden

Die vielbefahrene Staatsstraße 2096 – hier auf Höhe von Litzlwalchen – ist für Radfahrer eine gefährliche Route. (Foto: Volk)

Nußdorf. Der geplante Bau eines Geh- und Radweges von Sondermoning nach Matzing entlang der Staatsstraße 2096 kann schon bald realisiert werden. Davon zeigte sich Bürgermeister Hans Gnadl im Gemeinderat überzeugt. »Der Radweg nimmt Formen an – ich bin sehr zuversichtlich, dass es schon im September eine offizielle, positive Nachricht zum Bau des Radweges geben wird«, so Gnadl.


Nach einem Ortstermin mit den Verantwortlichen des Staatlichen Bauamts, der Verkehrsbehörde, den beteiligten Kommunen und Grundstücksanliegern scheint der Knoten gelöst. Knackpunkt war zuletzt der geplante Bau einer Unterführung bei Litzlwalchen. Diese Unterführung sollte Fußgängern und Radfahrern, die aus dem Nußdorfer Ortsteil kommen, einen sicheren Weg auf die Nordseite der Staatsstraße ermöglichen – dort wo laut Planung der Radweg verlaufen soll.

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Diese Unterführung, die rund 300 000 Euro gekostet hätte, wird nicht gebaut. Dadurch wird deutlich weniger landwirtschaftliche Fläche für den Geh- und Radweg verbraucht. Auch wird befürchtet, dass eine Unterführung nicht angenommen werde. Die Radfahrer und Fußgänger müssten von der Abzweigung nach Litzlwalchen rund 100 Meter in Richtung Sondermoning fahren bzw. gehen, um durch die Unterführung auf die gegenüberliegende Straßenseite und zum Geh- und Radweg zu gelangen. Die Verkehrsplaner sind der Meinung, dass der kürzeste Weg genommen wird und der führt an der Einmündung der Gemeindestraße geradewegs über die Staatsstraße.

Seit Jahren ist die Gemeinde Nußdorf bestrebt, dass der Geh- und Radweg entlang der Staatsstraße zwischen der Abzweigung der Kreisstraße TS 46 nach Nußdorf und der Bundesstraße 304 bei Matzing gebaut und damit eine wichtige Lücke im Radwegenetz geschlossen wird. Die Finanzierung aus einem staatlichen Förderprogramm für den Radwegebau wurde den beteiligten Gemeinden Chieming und Nußdorf sowie der Stadt Traunreut schon vor Jahren zugesagt. Bisher scheiterte eine Realisierung an Problemen beim Grunderwerb, vor allem aber an der Planung mit Bau einer Unterführung bei Litzlwalchen.

Diese Probleme scheinen nun vom Tisch und Nußdorfs Bürgermeister ist davon überzeugt, dass die Planung nun fertiggestellt und die Grundstücksverhandlungen abgeschlossen werden können, sodass spätestens im Frühjahr des nächsten Jahres mit dem Bau begonnen werden kann. Gerechnet wird mit einer Bauzeit von rund einem Jahr.

Nußdorf drängt seit vielen Jahren auf die Errichtung eines Geh- und Radweges an der Staatsstraße 2096, weil der Abschnitt zwischen Sondermoning und Matzing ein unfallträchtiger Streckenabschnitt ist, zudem für die gesamte Region eine wichtige und sichere Verbindung darstellt und sowohl für den Tourismus als auch für Arbeitnehmer, die in Traunreut ihren Arbeitsplatz haben, von großer Bedeutung ist. pv