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Racheakt bei Facebook

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Eine Freiheitsstrafe von drei Monaten ohne Bewährung handelte sich ein 30-jähriger Waginger vom Amtsgericht Traunstein mit Richter Maximilian Lermer ein. Der 30-Jährige veröffentlichte aus Rache private Daten auf Facebook.


Der Handwerker hatte mit einem anderen Mann eine Rechnung offen. So stellte er im August 2014 Auszüge aus der polizeilichen Vernehmung des Mannes als Beschuldigter zu verschiedenen Betäubungsmitteldelikten auf seine eigene Facebook-Seite. Seine Facebook-Freunde erfuhren so den Aufenthaltsort des Geschädigten in einem Therapiezentrum. Der 30-Jährige setzte einen diffamierenden Kommentar dazu, in dem es hieß: »Bitte alle teilen.« Das Opfer bekam die Racheaktion auf Facebook mit und erstattete Strafanzeige.

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Staatsanwältin Dr. Theresa Steinberger-Fraunhofer forderte eine Haftstrafe von einem halben Jahr. Das Gericht hielt drei Monate für ausreichend und versagte – wie die Anklägerin in ihrem Schlussantrag – ausdrücklich Bewährung. kd