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Proteste gegen die geplante Standortschließung

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Vor dem Telekom-Standort Traunstein protestierten gestern Mittag rund 40 Mitarbeiter gegen die geplante Schließung des Bereichs Multi-Shared-Services. (Foto: Artes)

Traunstein – Rund 40 Mitarbeiter protestierten gestern Mittag vor dem Telekom-Gebäude gegen die geplante Schließung des Bereichs der Multi-Shared-Services (Personalverwaltung, Buchhaltung, Einkauf). Organisiert wurde die Demo von der Gewerkschaft Verdi.


Bereits in den vergangenen Jahren wurden in Traunstein schon rund 65 Stellen abgebaut. Dieses Mal seien es zwar nur 15 Mitarbeiter, »aber wir haben nicht vergessen, dass es bereits viele Entlassungen gab«, so Verdi-Bezirksfachbereichsvorsitzender Michael Pertl. Dieser ist auch selbst vom Stellenabbau betroffen. »Es ist klar gewesen, dass es mit dem Stellenabbau in Traunstein weitergeht«, so Pertl weiter. Er befürchtet aber, dass langfristig vielleicht der komplette Standort Traunstein aufgelöst werden könnte.

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In Bayern soll es im Bereich Multi-Shared-Services keinen einzigen Standort mehr geben, sondern nur noch in Köln, Leipzig, Bonn und Darmstatt. »Das ist Personalabbau durch die Hintertür«, kritisiert Pertl. Das Telekom-Management würde betroffenen Beschäftigten einen wohnortnahen Arbeitsplatz verweigern, um sie aus dem Unternehmen zu vertreiben.

Susanne Becker von Verdi Bayern wollte den Mitarbeitern keine Hoffnung machen, ob ihr Standort gerettet werden kann. Aber mit Aktionen wie dieser müsse man in der Zentrale in Bonn klar zeigen, »dass die Leute in Traunstein bleiben wollen«, so Becker weiter. »Es ist wichtig, dass wir uns wehren.«

Von der Verlagerung sind rund 3400 Arbeitsplätze betroffen. Bundesweit werden durch die geplante Konzentration auf nur mehr vier Standorte von Muli-Shared-Services rund 1700 Arbeitsplätze verschoben. In Bayern sind rund 200 Mitarbeiter davon betroffen. jar

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