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Projekte für Senioren unbürokratisch finanzieren

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Der Landkreis Traunstein ist Träger der drei Kreisaltenheime in Traunstein, Grabenstätt und Palling. Vor sechs Jahren gründete sich in Trostberg der Freundes- und Förderverein Kreisaltenheim Trostberg, im letzten Jahr folgte man in Grabenstätt dem Trostberger Vorbild und gründete den Freundes- und Förderverein Kreisaltenheim Grabenstätt.


Jetzt trafen sich Mitglieder der Vereine zum Meinungsaustausch. Mit von der Partie waren auch Pallings Dritter Bürgermeister Andreas Wimmer und die Heimleiterin des Pallinger Kreisaltenheims, Christine Nemetz, denn auch in Palling könnte sich ein Freundes- und Förderverein nach dem Vorbild von Trostberg und Grabenstätt gründen.

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Diese beiden Freundes- und Fördervereine haben einiges gemeinsam. Sowohl in Trostberg als auch in Grabenstätt ist Monika Sandbichler, Geschäftsführerin der Kreisaltenheime Traunstein GmbH & Co. KG, Dritte Vorsitzende. Sowohl in Trostberg als auch in Grabenstätt bekleiden die Ersten Bürgermeister das Amt des Ersten Vorsitzenden, Karl Schleid in Trostberg und Georg Schützinger in Grabenstätt. Dem Trostberger Verein gehören etwa 80 Mitglieder an, dem Grabenstätter 60. Beide Vereinssatzungen gewährleisten eine unbürokratische Vorgehensweise.

In Trostberg informierten sich Mitglieder des Grabenstätter Vereins, was ihre Trostberger Kollegen seit Gründung ihres Vereins auf die Beine gestellt haben. Sandbichler nannte unter anderem die Finanzierung von Pflegestühlen, die musikalische Begleitung von Gottesdiensten in der Kapelle des Heims und von Hospizwagen. Bürgermeister Schleid zählte zudem die Floßfahrten auf der Alz für die Trostberger Heimbewohner und die Singkreise mit der Musikschule Trostberg auf. Das seien Projekte, die wirklich Gutes bewirken. Auch bei der letztjährigen Trostberger Kunstmeile war das Kreisaltenheim mit von der Partie. Bei einem Rundgang durch Haus und Garten konnten die Besucher das Kunstwerk »Die Flamme des Lebens« besichtigen, das Heimbewohner aus Holz angefertigt haben.

Sandbichler habe ihm die Gründung eines Freundes- und Fördervereins nach Vorbild Trostbergs zwei Jahre lang ans Herz gelegt, berichtete Bürgermeister Schützinger. »Das sollte bei uns auch gelingen.« Grabenstätt brauche das Rad nicht neu zu erfinden, sondern könne sich Anregungen aus Trostberg holen sowie die eine oder andere Idee mit nach Hause nehmen, sagte Schützinger mit Blick auf die in Trostberg bereits verwirklichten Projekte. Die Besucher aus Palling wurden ermuntert, in gleicher Richtung tätig zu werden. fam