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Projekt »Klassenmusizieren« in Inzell

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15 Kinder machen derzeit mit großer Freude beim Projekt »Klassenmusizieren« mit. Links hinten Leiter Andreas Maier, daneben Schulleiterin Elke Thurmayr und Musikschulleiter Heine Albrecht.

Inzell – An der Grund- und Mittelschule Inzell gibt es in Kooperation mit der Sing- und Musikschule Inzell ein Projekt »Klassenmusizieren« mit einer gemischten Blockflöten- und Gitarrenklasse. Diese Instrumentalklasse besteht aus elf Gitarrenschülern und vier Blockflötenschülern von der ersten bis zur fünften Klasse zusammen. Sie kommen wöchentlich einmal in einer regulären Schulstunde zu 45 Minuten im Großgruppenunterricht zusammen. Daneben bekommt noch jeder Schüler, aufgeteilt nach Instrument und Alter, zusätzlich 30 Minuten Kleingruppenunterricht, der außerhalb des Schulunterrichts stattfindet.


Initiiert wurde dieses einmalige Projekt von der Rektorin der Grundschule Inzell, Elke Thurmayr, die zusammen mit dem Leiter der Sing- und Musikschule, Heinrich Albrecht, ein Konzept für das auf zwei Schuljahre angelegten Projekts erstellte. Durch die großzügige Förderung und Unterstützung der Gemeinde Inzell und des Fördervereins der Musikschule beträgt die monatliche Gebühr für die Eltern pro Schüler nur 15 Euro, somit ist die finanzielle Belastung für die Familien sehr gering.

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Die Leitung und der Unterricht der Instrumentalklasse obliegen dem erfahrenen Musikschullehrer Andreas Maier. Bereits seit dem Jahr 2000 ist Andreas Maier als Gitarrenlehrer und Blockflötenlehrer an der Sing- und Musikschule Inzell tätig. Sein Hauptinstrument ist die Gitarre. Für das Klassenmusizieren machte Andreas Maier eine spezielle Fortbildung, denn die Anforderungen in einer so großen Gruppe zu unterrichten, sind ganz anders als im herkömmlichen Unterricht, wo der Einzelunterricht vorherrscht und der Gruppenunterricht gewöhnlich nur kleine Gruppen umfasst.

Die Kinder, die bereits dreimal in der Aula der Volksschule auftraten, sind hochmotiviert, etwas zu lernen, wobei sich die jüngeren an den älteren orientieren können. Da auch Kinder mit Migrationshintergrund in der Klasse sind, wird auf diesem Weg nicht nur das soziale Miteinander im allgemeinen sondern auch die Integration dieser Kinder im speziellen gefördert. Jeder darf also mitmachen und seinen Platz einnehmen. Wie Andreas Maier betont, geht natürlich in einer so großen Gruppe alles viel langsamer voran als im herkömmlichen Musikunterricht. Das Klassenmusizieren sei aber bestens geeignet in die Welt des Musizierens und der Musik reinschnuppern, das Interesse und die Freude zu wecken und die Fähigkeiten optimal zu fördern. Nach den zwei Jahren besteht dann die Möglichkeit, in der Musikschule das gewählte   oder   ein anderes Instrument intensiver zu lernen. wb