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Projekt in Grassau: »Wir gestalten unsere Schule neu«

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Den Jugendförderpreis der Gemeinde Grassau überreichte Bürgermeister Rudi Jantke (links) an Schulleiter Johannes Zeitel und Konrektor Michael Weber. Weber als Leiter des Projekts »Schüler für Schüler« rief im vorigen Jahr das Projekt »Wir gestalten unsere Schule neu« ins Leben. (Foto: Eder)

Grassau. Im Rahmen der Bürgerversammlung im Heftersaal wurde der Jugendförderpreis 2012 der Marktgemeinde Grassau verliehen. Den mit 2500 Euro dotierten Preis bekam dabei die Grund- und Mittelschule für das Projekt »Wir gestalten unsere Schule neu«. Auf Initiative der Gruppe »Schüler für Schüler« wurde diese Idee geboren.


Positive Schulatmosphäre sichtbar machen

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Die Schulleitung hat das Projekt mit dem Ziel, den Innenbereich der Schule zu verschönern, unterstützt, um »die positive Schulatmosphäre sichtbar zu machen«. Wie Bürgermeister Rudi Jantke weiter informierte, arbeiteten neben 40 Lehrern rund 450 Schüler aus 19 Klassen gemeinsam an diesem Projekt. Dabei galt es, nicht nur das Schulhaus zu verschönern, sondern auch die Kreativität der Schüler zu fördern, die Teamfähigkeit und Eigenverantwortung zu stärken und die Einsatzfreude zu steigern.

Der Eingangsbereich wurde erneuert, die Gänge und Treppenhäuser mit Symbolen, Sprüchen und Bildern gestaltet und Skulpturen aus Holz geschaffen. In den nächsten Schuljahren soll das Projekt fortgesetzt werden. »Der gute Ruf der Schule wird damit gefestigt und nach außen getragen«, betonte Jantke. Er dankte besonders den Lehrern Susanne Gräser und Michael Weber für deren Einsatz.

Gesellschaftswandel macht Erziehung schwieriger

Schulleiter Johannes Zeitel, der stellvertretend für die Schüler und Lehrer den Preis entgegennahm, sprach von einem Gesellschaftswandel, der Erziehung in Familie und Schule schwieriger gemacht habe. Der Auftrag laute, die Schüler zu einer positiven Lebensgestaltung zu begleiten. Dies verlange Engagement und Professionalität. Er sei froh, dass man mit solchen Projekten an die Öffentlichkeit treten könne und das Engagement und die Professionalität der Lehrer hierbei offensichtlich werde.

Die Schüler empfanden ihre Schule zu »grau« und ergriffen die Initiative. Aus der Idee wurde ein dreitägiges Projekt, an dem sich alle Klassen und Lehrkräfte beteiligten. »Unsere Schule lebt«, hob Zeitel hervor. Das Projekt sei Ausdruck von Individualität und Teamfähigkeit und zeige, dass beide Pole einander nicht ausschließen müssen. Das Projekt habe auch Symbolcharakter, denn eine schöne Fassade brauche auch ein tragfähiges Fundament. Er sehe den Preis auch als Wertschätzung der Arbeit und das Preisgeld erleichtere es, das Vorhaben fortzusetzen.

Zwei selbst gedrehte Kurzfilme gezeigt

Wie kreativ die Schüler arbeiten, wurden dann bei zwei Kurzfilmen deutlich, welche die Schüler selbst gedreht haben. Entstanden sind sie für die neue Sonderausstellung über »Amphibien« im Museum Klaushäusl, die am 1. Mai eröffnet wird. Auch im Werkunterricht waren die Schüler der sechsten Klassen fleißig und konnte dem Museumsleiter Dr.  Klaus Thiele gleich mehrere getöpferte Amphibien für die Ausstellung überreichen. tb