Probleme mit Wildschweinen befürchtet

Chieming – Bei der Generalversammlung der Jagdgenossenschaft Hart im Gasthaus zum Bräu sprach Jagdvorsteher Klaus Waltl unter anderem das Thema Wildschweine an. Ihre Vermehrung sei ein Problem, die Tiere würden für immer mehr Flurschäden in der Region sorgen. Waltl erinnerte dabei an die Versammlung der Jagdgenossenschaften für den Bezirk Oberbayern in Schnaitsee und das Schwarzwild-Symposium in Nürnberg. Haupttagesordungspunkte seien dabei die praxisgerechte Nachtjagd und der Tierschutz gewesen.


In seinem Jahresrückblick erinnerte der Jagdvorsteher an die Hegeringversammlung im Gasthaus Namberger in Hörpolding, erwähnte die Waldbegehungen und den Waldtag mit Kindern des Pfarrkindergartens sowie den Schiffsausflug von Passau nach Linz und den Ausflug der Frauen nach Wasserburg und Gars am Inn, wie auch an das Rehessen der Damen.

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Weiter sprach Waltl über die Jahresabrechnung des Holzspalters, der im Vorjahr 8,5 Tage im Einsatz war, wobei der Tagessatz derzeit zehn Euro beträgt. Waltl sagte, Jahr für Jahr nutzen diesen Holzspalter meist immer dieselben Personen und meinte, wenn ein gemeinschaftliches Interesse der Nutzer besteht, könnte dafür eine eigene Gemeinschaft gegründet werden mit dem Zweck, sich einen eigenen Holzspalter anzuschaffen. Nach seinen Worten dürfte ein neuer Holzspalter etwa 5000 Euro kosten.

Für 24. Januar und 7. Februar kündigte Waltl für Frauen je einen Kochkurs an. Der Jagdausflug der Frauen ist am 8. Februar zu Holiday on Ice in der Münchner Olympiahalle geplant. Der Ausflug der Herren ist am 5. März nach St. Valentin mit Besichtigung der Steyr-Werke.

Jagdpächter Josef Steiner, der zusammen mit Heinrich Koch das Revier Hart-Ost inne hat, berichtete über die vorgegebene Abschusszahl (50), die auch erreicht wurde. Jagdpächter Alois Lahner, der gemeinsam mit Georg Lampersberger in Hart-West auf die Jagd geht, erfüllte ebenfalls die Abschusszahl für Rehwild.

Beide Jagdpächter bemängelten, dass immer mehr Menschen zu unterschiedlichen Zeiten in den Wäldern unterwegs seien, häufig auch mit freilaufenden Hunden und meist kreuz und quer umher wandern. Laut Lahner seien auch meist in den Abendstunden vermehrt Motorradfahrer im Wald unterwegs. Kritisiert wurde auch das viele Reiten durch die Wälder. Waltl kündigte an, dass in naher Zukunft eine Reitwanderkarte geplant zum besseren Schutz des Wildes geplant sei.

Jagdvorsteher Waltl gab noch bekannt, dass bei ihm Plastik-Clips gegen den Wildverbiss bestellt werden können. Weiter sagte er, in Absprache mit seiner Vorstandschaft werde es heuer keine Waldbegehung geben und begründete dies mit dem geringen Interesse bei bisherigen Begehungen.

Bürgermeister Benno Graf würdigte das Engagement der Harter Jagdgenossenschaft. Er befürchtete baldige Probleme durch die Vermehrung der Wildschweine auch im Chieminger Gemeindebereich. In Sachen freilaufende Hunde im Wald sieht Graf wenig Handhabe. Er appellierte an die Vernunft der Hundehalter, ihre Vierbeiner anzuleinen. Weiter empfahl er der Jagdgenossenschaft in der Sache Reiten durch die Wälder, Gespräche mit den Reitvereinen zu führen. OH

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