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Probebetrieb in Surberg

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Surberg. Bei einer Gegenstimme beschloss der Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung, am erweiterten Probebetrieb für die Einführung des Digitalfunks bei Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) im Landkreis Traunstein teilzunehmen.


Der Netzaufbau in Oberbayern soll bis 2015 weitgehend abgeschlossen sein. Danach beginne schrittweise die Inbetriebnahme des neuen digitalen Einsatzfunks der Sicherheitskräfte. »Hinsichtlich des Zeitplans für die Einführung des BOS-Digitalfunks im Netzabschnitt Oberbayern Süd ist inzwischen durch die Projektgruppe DigiNet ein vorläufiger Migrationsplan erstellt worden«, erklärte Bürgermeister Josef Wimmer.

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Ihre Ablehnung begründete Elke Scheil mit gesundheitlichen Risiken und wies auf entsprechende Studien hin. Zweiter Bürgermeister Manfred Schallinger sagte dazu, Behauptungen über die Schädlichkeit des Digitalfunks stünden im Raum, aber ganz Europa mit Ausnahme von Deutschland und Albanien funke schon digital. »Der Elektrosmog ist umstritten, aber ein Handy benutzt fast jeder. Im privaten Bereich wird nicht so ein Tamtam gemacht«, erklärte Martin Zillner. Dem stimmte Wimmer zu: »Wenn wir von Strahlungen reden, dann müssen wir auch feststellen, dass Funktelefone und Wlan im Haus viel schwerwiegender sind.«

Gemeinderat stimmt Bausachen zu

Bei den Bauangelegenheiten stimmten die Gemeinderäte der Nutzungsänderung einer Freifläche im Bahnhof in Lauter für die Lagerung von Edelstahlbehältern zu. Wimmer sagte, das Landratsamt habe bereits 2011 einen entsprechenden Vorbescheid erlassen. Keine Einwände gab es gegen die Erneuerung und Anhebung des Dachstuhls und den Einbau einer Wohnung in einem Anwesen in Lauter, da die Festsetzungen des Bebauungsplans »Lauter-Süd« eingehalten werden.

Zugestimmt wurde einer Baugenehmigung für ein Einfamilienhaus mit Garage in Hufschlag. Das Bauvorhaben liege im »unbeplanten Innenbereich«, füge sich aber nach Art und Maß der Nutzung, der Bauweise und der Grundstücksfläche, die überbaut werden soll, in die Eigenart der näheren Umgebung ein, so Wimmer.

Er verwies darauf, dass die Deutsche Bahn bei dem Grundstück eine Lärmschutzwand plane. Der Zweckverband zur Wasserversorgung Surgruppe hat auf die Einhaltung des Abstands zu ihrer Wasserleitung aufmerksam gemacht. Der Anschluss an den gemeindlichen Kanal muss der Bauherr auf seine Kosten erstellen. Zugestimmt hat der Gemeinderat auch dem Antrag für den Anbau eines Wintergartens an das Wohnhaus sowie den Einbau einer Wohneinheit in Gastag. Der Bauherr beabsichtige im Untergeschoß eine zweite Wohnung zu errichten. Das Vorhaben befinde sich im Außenbereich und sei als »begünstigtes Bauvorhaben« zulässig.

Manfred Schallinger 30 Jahre im Gemeinderat

Bürgermeister Josef Wimmer dankte allen Gemeinderatsmitgliedern für die gute Zusammenarbeit in den vergangenen sechs Jahren. Sein besonderer Dank galt Manfred Schallinger, der 30 Jahre als Gemeinderat tätig war, davon 18 Jahre als Zweiter Bürgermeister. Zweiter Bürgermeister Schallinger sprach den Dank des Gemeinderats an den Bürgermeister aus. Er habe einen wesentlichen Beitrag für die gute Zusammenarbeit geleistet, weil er auch andere Meinungen zulasse. »In den vergangenen 30 Jahren habe ich auch andere Zeiten erlebt. Dies zeigt, dass das gute Einvernehmen auch an der Person liegt«, so Schallinger. Bjr