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Privatschulen Dr. Kalscheuer unter neuer Leitung

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Unter neuer Leitung sind die Privatschulen Dr. Kalscheuer in Traunstein: Edith Teichreber ist zur Schulleiterin ernannt worden, die Geschäftsführung wird von Dr. Martin Kalscheuer wahrgenommen. (Foto: Wittenzellner)

Traunstein – Wechsel in der Leitung der Privatschulen Dr. Kalscheuer mit Sitz in Rosenheim, die in Traunstein mit ihrer Wirtschaftsschule an der Weckerlestraße seit vielen Jahrzehnten vertreten sind. Seit einigen Monaten führt nun Dr. Martin Kalscheuer die Gemeinnützige Gesellschaft und löste damit in dem Familienunternehmen Axel Kalscheuer ab, der die Geschicke der Schule seit dem Jahr 2003 mitgeprägt hat und nun nur noch auf ehrenamtlicher Basis in der Geschäftsführung tätig ist.


Und auch in der Schulleitung gab es einen Wechsel: Gerhard Kammerer, der die Schule zehn Jahre geleitet hat, ist zum Ende des vergangenen Schuljahrs in den Ruhestand gegangen. Seine Nachfolgerin ist in der Traunsteiner Schullandschaft keine Unbekannte: Edith Teichreber, die seit fast drei Jahrzehnten an der Schule unterrichtet und in den vergangenen zehn Jahren als stellvertretende Schulleiterin fungierte, wurde zum Schuljahresbeginn zur Schulleiterin ernannt. Ihr Vorgänger ist an der Schule weiterhin unterstützend tätig.

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»Wollten auch ein Signal an das Kollegium geben«

Beide Wechsel waren länger geplant und sorgen in unruhigen Schulzeiten für Kontinuität an den Privatschulen. »Wir wollten mit dieser Besetzung auch ein Signal an das Kollegium geben. Es ändert sich vieles an der Schule, die guten ‚Sachen’ aber bleiben« zeigte sich Dr. Martin Kalscheuer von der richtigen Schulleiterbesetzung überzeugt. Und Teichreber fügte hinzu: »Wir haben ein gutes Team und wollen auf Gewachsenem aufbauen.«

Der »frische Wind« in der Geschäftsleitung würde der Schule gut tun. Die Lehrer würden sich an der Privatschule nach ihrem Selbstverständnis als pädagogische Wegbegleiter verstehen. Seit diesem Schuljahr gibt es eine Offene Ganztagsschule, die an vier Nachmittagen angeboten wird. Dort erhalten die Schüler nach Bedarf Förderstunden. Neu ist auch die Berufsintegrationsklasse, in der 25 schulpflichtige, jugendliche Flüchtlinge in die Schule gehen und lernen.

Trotz des umfangreichen Engagements in den vergangenen Jahren ist die Schülerzahl von rund 500 in den 1990er Jahren auf nunmehr rund 210 Schüler zurückgegangen, 150 davon lernen in der Wirtschaftsschule, der Rest in den beiden Fachschulen Kaufmännische Assistenten – Fachrichtung Informationsverarbeitung und Berufsfachschulen für Assistenten für Hotel- und Tourismusmanagement. Letztere wurde im Jahr 2009 gegründet, die drei Jahre dauernde Schule erfreut sich großen Interesses. Verstärkt will die Geschäftsführung und Schulleitung auch bei ehemaligen »Kalscheuern« werben. Zufriedene und im Beruf inzwischen erfolgreiche Eltern sollten ermutigt werden, ihre Schüler in die Privatschule zu schicken, die sich von dem Image, eine »Schule für Reiche« zu sein, lösen will.

»Wir sind auf einem guten Weg«

In dem herausfordernden und teilweise konkurrierenden regionalen Schulumfeld zeigt man sich mittelfristig zuversichtlich: »Wir haben die Talsohle noch nicht durchschritten, aber wir sind auf einem guten Weg« so Geschäftsführer Dr. Kalscheuer. awi