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Private Kinderbetreuung ermöglicht

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Unterwössen. Neue Wege in Sachen Betreuung von Kindern unter drei Jahren zeichnen sich in Unterwössen ab. In einer Wohnung will eine Tagesmutter eine »Großtagespflege« für bis zu zehn Kinder einrichten. Der Gemeinderat hat in der jüngsten Sitzung die Nutzungsänderung dieser Wohnung einstimmig abgesegnet.


Der rechtliche Rahmen für die neue Nutzung der 76 Quadratmeter großen Wohnung im südlichen Teil des Doppelhauses Fehlbachweg 28 ist gegeben. In dem als allgemeines Wohngebiet ausgewiesenen Areal sind Anlagen für soziale Zwecke zulässig. Und bei der Betreuung bis zu zehn Kindern ist auch kein Genehmigungsverfahren für Sonderbau erforderlich. Abgesehen davon hatte das Jugendamt bereits im Vorfeld eine Erlaubnis erteilt.

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Die Gemeinde Unterwössen hat bisher keine Krippe, weil der »Wössner Regenbogen« den Bedarf gedeckt hat. »Mit diesen neuen, maximal zehn Plätzen sind wir vorerst aus dem Schneider, die ab 1. August gesetzlich geforderten Krippenplätze, etwa durch einen Neubau, bereitzustellen«, freute sich Bürgermeister Hans Haslreiter. Langfristig werde das jedoch für Unterwössen nicht reichen, schätzte Adelheid Meirer (CSU). Im Übrigen müsse die Gemeinde auch für diese neuen, privaten Krippenplätze die gleichen Zuschüsse zahlen, wie etwa bei einem kirchlichen Träger. »Da sind wir schnell bei 30 000 bis 40 000 Euro«, befürchtete Dr. Dieter Stein (Freie Wähler).

Die übereinstimmende Meinung der Räte war jedoch, dass man sich vorerst im gesetzlichen Rahmen bewege. Die einzige Auflage des Gremiums: Auf dem eigenen Grundstück sind ausreichend Stellplätze bereitzustellen. bvd