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PR-Gag: Gratis-Eis für Mückenstich

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Isabel und Adrian aus Berlin ließen sich schon ein Eis schmecken. Bei ihrem Urlaub in Inzell werden sie nun genau aufpassen, ob sie von einer Mücke gestochen werden, denn dann gibt es für sie kostenlos eine Kugel Eis. (Foto: Mergenthal)

Inzell. »Ein Stich – ein Eis«: Unter diesem Motto hat sich das Team der Inzeller Touristik einen PR-Gag ausgedacht. Sie spendiert jedem Kind, das im Urlaub in Inzell von einer Mücke gestochen wurde, eine Kugel Eis. Der Hintergrund: Das Hochwasser hat nicht nur jede Menge Verwüstung zurückgelassen, sondern mancherorts auch eine Mückenplage ausgelöst. Inzell ist davon weitgehend verschont geblieben.


Inzell ist aufgrund seiner Lage von fast 700 Meter über dem Meeresspiegel vom Hochwasser so gut wie verschont geblieben und daher »fast stechmückenfrei«, behauptet der Inzeller Touristik-Chef Gerhard Steinbacher. Als kleine Wiedergutmachung für alle Urlauberkinder, die in Inzell dennoch von den surrenden Plagegeistern gestochen werden, hat sich die Inzeller Touristik diese Aktion ausgedacht. Wer zur Tourist-Info im Rathaus kommt und seinen Mückenstich vorzeigt, bekommt einen Gutschein für eine Kugel Eis. Die Aktion »hat in den Medien voll eingeschlagen«, freut sich Steinbacher über die Resonanz. Die Idee sei im Gespräch mit den Mitarbeitern entstanden, verrät er. »Das macht uns nichts aus, ein paar Kugeln Eis zu spendieren«, beteuert er. Bisher musste er aber noch keine Eiskugel rausrücken.

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Die Idee finden jedenfalls auch Adrian (8) und Isabel (4) aus Berlin ganz toll, die mit ihren Eltern Nadin und Daniel Labe Urlaub in Inzell machen. Während ihres dreiwöchigen Aufenthalts werden die Geschwister nun natürlich ganz genau aufpassen, ob sie vielleicht doch gestochen werden.

Für Hausbesitzer hat der Naturkenner Karl Robel aus Teisendorf übrigens einen Tipp, um der Mückenplage Herr zu werden: Die Mückeneier aus den Regenwassertonnen fischen. Der Hintergrund: »Neben den vielen Flachwasserlacken in Fluß- und Seeniederungen stellen auch Kleingewässer im Umfeld unserer Häuser oft ergiebige Brutstätten für Stechmücken dar.«

Gartenteiche kämen hierfür nicht in Frage, da sich die Mücken dort wegen der vielen Fressfeinde nicht bis zur Reife entwickeln könnten. vm