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Premiere vor ausverkauftem Haus

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Jungknecht Dengl (Thomas Gastager) und die Jungmagd Froaß (Stephanie Prechtl) freuen sich, dass sie jetzt endlich zu ihrer Liebe stehen können. (Foto: Huber)

Teisendorf – Mit dem Stück «Da Pfenningfuchser« starteten die Neukirchner Theaterfreunde in die neue Spielsaison – und die Premiere im Festsaal war gleich ausverkauft. Die Rollen waren den Spielern wie auf den Leib geschrieben. Es gab viele lustige Pointen, aber auch Stellen, die zum Nachdenken anregten.


Es ist schon ganz recht, wenn ein Bauer auf sein Geld schaut. Allerdings darf das nicht in Geiz ausarten, wie beim reichen Großbauern und Kiesgrubenbesitzer Bertl Dugg (Klaus Gimpl),  der  ein richtiger »Pfenningfuchser« ist. Er lässt sich vom Jungknecht Dengl (Thomas Gastager) und der Jungmagd Froaß (Stephanie Prechtl) nicht nur das nicht verbrauchte »Biergeld« vom Sonntag zurückgeben, seine Hauserin Mare (Lisa Kecht) muss beim Kochen auch ganz genau aufpassen, dass die Knödel in der täglichen Suppe nicht zu groß ausfallen.

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Als dann auch noch Schwester Gibmera (Sonja Brom) um eine Kleiderspende bittet, fällt es ihm schwer, sich von einem Paar Schafwollsocken zu trennen. Und so kann der Bauer auch nicht verstehen, wie sein Freund, der Schuster und Schmied Zwirnschartner (Kurt Gastager), der jeden Tag beim Wirt zu finden ist, so gar keinen Spargedanken hat. Auch als ihn verschiedene Leute darauf aufmerksam machen, dass sein alter verlotterter Zaun vor dem Haus nicht nur nicht schön ist, sondern auch eine gewisse Gefahr bedeutet, meint er, »ihm tut’s der Zaun immer noch«.

Doch wie heißt ein altes Sprichwort? Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht. Und so nimmt die Geschichte auch hier ihren Lauf und der Bauer muss am eigenen Leib verspüren, was » falsche Sparsamkeit« alles bewirken kann.

Da kann dann auch der Endwartner Wugg (Bernhard Reitschuh), ein sehr geschickter und auch ein bisschen hinterkünftiger Bader und Totengraber, nicht mehr viel helfen, wenn eine »tödliche Blutvergiftung« droht. Der Bauer bekommt es mit der Angst zu tun. Nicht einmal die alte Jungfer Zwagerin (Birgit Wannersdorfer), die ihn in ihrer Hoffnung, etwas erben zu können, sehr »liebevoll« betreut, kann ihn auf andere Gedanken bringen.

Den vermeintlichen Tod vor Augen wird der Geizkragen, der selbst keine Nachkommen hat, ganz weich und vermacht seinen Hof seinem Jungknecht Dengl, der schon lange ein Auge auf die Jungmagd geworfen hat. Seine Hauserin bekommt einen Auftrag zugesichert und sein ewig durstiger Freund Zwirnschartner Freibier auf Lebenszeit. Dem Banker Nigel Karl-Gernot (Martin Reitschuh), der noch schnell ein für ihn »famoses Geschäft« abschließen wollte, bleibt allerdings der Schnabel sauber.

Alles in allem verspricht das Theaterstück einige Stunden bester Unterhaltung. Gespielt wird noch am kommenden Freitag, Samstag und Sonntag sowie am 4., 5. und 6. März. Beginn ist freitags um 20 Uhr und samstags und sonntags um 19 Uhr. Am 1. März findet um 20 Uhr eine Zusatzvorstellung statt. Karten gibt es montags und donnerstags bei Birgit Wannersdorfer unter Telefon 08666/67 48. Restkarten gibt es an der Abendkasse. wh