weather-image
15°

Premiere der »Mädchenhändler«

4.8
4.8
Bildtext einblenden
Die Proben laufen vor der Premiere noch auf Hochtouren: Bei einer Szene gemeinsam zu sehen sind (von links) zwei Polizistinnen (Mona Kricke, Sofie Lindlacher), Kellnerin Helga (Marian Boschner) und die Prostituierte Luise (Jenny Juchem). (Foto: Giesen)

Marquartstein. Rund um das Dilemma gefallener Frauen, den Menschenhandel und das ungleiche Verhältnis der Geschlechter dreht sich das Theaterstück »Die Mädchenhändler« von Ödön von Horváth, das am Sonntag um 19.30 Uhr Premiere auf der Bühne des Staatlichen Landschulheims feiert.


Regisseurin Sandra Altmann, die das Stück in wochenlangen intensiven Proben mit Schülern der Oberstufe eingeübt hat, weist darauf hin, dass das Theaterstück für Schüler der Unterstufe nicht geeignet ist, also erst für Jugendliche etwa ab dem 14. Lebensjahr.

Anzeige

Zum Inhalt: Die korrupte Bordellbesitzerin Alma betreibt ein lukratives Geschäft gemeinsam mit ihrem Cousin Ferdinand, indem sie junge Mädchen nach Südamerika verkauft. Auf der Bühne ihres Etablissements veranstalten die käuflichen Damen gewagte Shows – hinter den Kulissen aber tun sich menschliche Abgründe auf.

Der Konflikt in dem Theaterstück von Ödön von Horváth aus dem Jahr 1929 oder 1930, das erst posthum veröffentlicht wurde, erreicht seinen Höhepunkt, als in dem Ort ein Kongress zur Bekämpfung der Prostitution abgehalten wird und eine der Prostituierten peinlich genau befragt wird. Schnell wird klar, dass es den Initiatoren des Kongresses keineswegs um eine ehrliche Ursachenforschung der Prostitution geht.

Weitere Aufführungen des Stücks sind in der kommenden Woche am Dienstag und Donnerstag, jeweils um 19.30 Uhr im Festsaal des Landschulheims. Der Eintritt bei allen Aufführungen ist frei, Spenden sind erwünscht. gi