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Preisträger und Musikschüler beeindruckten

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Vier ungewöhnliche Flöten spielten die Girls4Flutes, ein Quartett, das so nur zusammenkommt, weil die Wolfgang-Sawallisch-Stiftung die Instrumente mit finanziert.

Unterwössen – Staunende Gesichter gab es am Ende eines wunderbaren Musikabends nach dem Stiftungskonzert der Musikschule in der Schwimmhalle des Alten Bads: Jugendliche der Musikschule sagten ein musikalisches Dankeschön für die Förderung der Hans-und-Erna-Eigner-Stiftung und der Wolfgang-Sawallisch-Stiftung.


Den jungen Musikern fiel es leicht, den Sinn solcher Förderung zu beweisen, denn immerhin präsentierten sich einige Preisträger aus Musikwettbewerben, allen voran »Grass Brass«, Preisträger im Bundeswettbewerb »Jugend musiziert«.

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Einen schmetternden Auftakt setzte die junge Bläserklasse XXL, ein Orchester junger Blasmusiker aus der Region um den Dirigenten Sebastian Krause mit der Filmmusik zu Star Wars. Selbstbewusst präsentierten sich die jungen Musiker mit ihrem Pflichtstück aus dem Bayerischen Bläserklassenwettbewerb, mit dem sie sensationell die Kategorie Grundschule gewonnen hatten.

Die Seewind-Harfendirndln, drei Harfenistinnen aus Unterwössen und Bernau, brachten den Che-Guevara-Landler. Sie haben heuer den renommierten Volksmusikpreis »Wasserburger Löwe« gewonnen und einen aufsehenerregenden Löwenhoagart in Bernau veranstaltet. Noch ganz jung ist Maximiliane Gnadl, dennoch Preisträgerin des Münchner Zitherwettbewerbs. Sie und die junge Violinistin Alicia Pfaffinger mit ihrem selbstbewussten Vivaldi-Vortrag eroberten die Herzen der Zuhörer im Sturm.

Was aus dem geförderten Musikschulunterricht für Leistungen entstehen, zeigten im Anschluss Viktor Gruber am Klavier, das Hornquartett der Musikschule, Schlagzeuger Julian Steffl mit einem selbst komponierten Stück und die Bundespreisträger »Grass Brass«. Da blieb nur großes Staunen über so fein gespielte Musik. Den Schlusspunkt vor der Pause setzte das Streichorchester Achental mit 32 jungen Musikern. Schon in diesem ersten Teil des Abends war beinahe fühlbar, wie berührt und konzentriert das Publikum den Darbietungen folgte.

Und auch nach der Pause ließ die Anspannung nicht nach, das Niveau blieb herausragend hoch. Ein gewichtiger Teil des Abends gehörte nun dem Klavier. Da taten sich Catalina Körtvelyessy mit Mozart, Rebecca Schorr mit Rachmaninoff und Christine Alf mit Chopin hervor. Bunt dazwischen gestreut waren ebensolche Hörereignisse mit Volksmusik von der Knopf-Soat’n-Blech-Blosn, den Flöten des Quartetts Girls4Flutes oder vier Gitarren im Indian Summer, so das Stück von den Blättern im Herbstwind. Ebenfalls ein Hörgenuss war ein Stück von Mozart, dargeboten vom Klarinetten-Quintett mit Klarinette, Violine, Viola und Violoncello. Wunderschön war auch die von Antonia Baumert auf der Harfe gespielte Ballade.

Einen munteren Ausklang unter einen begeisternden Abend voller Musik und erstaunlichen jungen Künstlern setzte ein erwachsenes Trio. »D’Räsedenz« gab sich die Ehre – das in der Region bekannte Trio ehemaliger Musikschüler mit Räse Haslberger, Stefan Mix und Bernhard Aschl. Die Stimmen nach dem Konzert lobten überschwänglich einen wunderbaren Musikabend.

Die Begeisterung hatte Konsequenzen: Die beiden Musikschulleiter Wolfgang Diem und Otto Dufter hatten durch den Abend geführt und viel über die Musikschule und ihre Geschichte erzählt. Am Beispiel der jungen Künstler beschrieben sie eindringlich, welchen enormen Stellenwert die Stiftungen für die Erfolge dieser jungen Musiker haben. Mal finanzieren die Stiftungen den zusätzlichen Unterricht, ohne den solche Wettbewerbserfolge nicht möglich sind, dann finanzieren sie besondere Instrumente, ohne die beispielsweise das Flötenquartett nicht zusammenkäme. Diem und Dufter beschrieben aber auch, wie schwierig die Position der Stiftungen in Niedrigzinsphasen sind. Da fiel es den Zuhörern nach dem wunderbaren Abend leicht, mit ihren Spenden zu den weiteren Erfolgen der jungen Musikanten beizutragen. lukk

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