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Preisschnalzen am Sonntag in Waging

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Die Waginger Schnalzer trainieren schon seit Jahrzehnten beim Moier-Hof in Hirschhalm.

Waging am See – Das Preisschnalzen rund um den Waginger See findet am Sonntag ab 13 Uhr am Strandkurhaus in Waging statt. Voraussichtlich nehmen 30 Allgemeine Passen und 20 Jugendpassen an dem Wettbewerb teil. Sie kommen aus Fridolfing, Kirchanschöring, Kühnhausen, Laufen, Palling, Ringham, Roth, Schnoat, Schönram, Tittmoning und Waging. Die Preisverteilung findet um etwa 16 Uhr im Kurhaussaal statt.


Allein die ausrichtende Waginger Schnalzergruppe besteht aus drei Jugend- und fünf Allgemeinen Passen mit insgesamt 72 aktiven Schnalzern. In Waging gibt es seit jeher Personen, die sich mit unzähligen Proben, viel Jugendarbeit und dem Herrichten der Goaßln um das Bestehen der Schnalzerpassen kümmern. Die Schnalzerproben finden seit rund 45 Jahren auf dem Moier-Hof in Hirschhalm statt.

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Das Aperschnalzen ist im historischen Rupertiwinkel ein alter, vorchristlicher Brauch zwischen dem Stephanitag und Faschingsdienstag. Ganz sicher ist nicht, wo der Ursprung liegt, am wahrscheinlichsten ist aber, dass die Rupertiwinkler durch den Lärm, den ihre Goaßln – ein Holzstiel mit einer drei bis vier Meter langen, geflochtenen Hanfschnur – erzeugten, die bösen Mächte der Finsternis und Kälte vertreiben wollten.

Heute treten die Schnalzer nicht einzeln, sondern in Passen mit sieben, neun oder elf Schnalzern an. Der Höhepunkt einer jeder Schnalzersaison ist das Rupertigau-Preisschnalzen, an dem auch Passen aus dem österreichischen Rupertiwinkel teilnehmen. Es findet heuer am Sonntag, 8. Februar, in Schönram statt. vs