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Preiserhöhung im Badepark Inzell

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Die Preise für den Badepark werden ab dem 1. März zum Teil moderat erhöht, um die höheren Strompreise zu decken. (Foto: Mergenthal)

Inzell. Ab dem 1. März werden die Eintrittspreise im Badepark wegen der steigenden Energiepreise erhöht. Dies beschloss der Inzeller Gemeinderat einstimmig. Teurer werden jedoch nur die Einzelkarten, die dafür aber drei statt bisher zwei Stunden gelten, und die Zeitzuschläge. Die anderen Karten, zum Beispiel die Abendkarten und die Karten für die Sauna, bleiben vom Preis her gleich.


Die Gemeindeverwaltung geht für 2013 von Strompreiserhöhungen zwischen 10 und 15 Prozent aus. Nach einer Aufstellung der Stromversorgung Inzell ist beim Badepark mit einer Erhöhung von 13,61 Prozent zu rechnen. Das entspricht Mehrkosten von 13 338 Euro netto und 15 872 Euro brutto. Zur Deckung der laufenden Ausgaben ist laut Verwaltung eine Tariferhöhung unumgänglich.

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Die neuen Eintrittspreise wurden zusammen mit Betriebsleiter Manfred Plereiter ausgearbeitet. Die Preiserhöhungen sollen Mehreinnahmen von knapp 20 000 Euro bringen. Die Verlängerung der Verweildauer im Bad von zwei auf drei Stunden sei für den Gast attraktiv, wie Bürgermeister Martin Hobmaier fand. Dies sei vom Betriebsleiter nach Rücksprache mit den Kassenkräften vorgeschlagen worden, da viele Badbesucher geäußert hatten, dass die zwei Stunden zu knapp seien.

Der Badepark wolle sich nicht bereichern, sondern nur die Unkosten durch die höheren Strompreise decken, hob Plereiter hervor. Hobmaier verwies auf das immer noch sehr hohe Defizit: Das vorläufige Minus des Bades für 2012 beläuft sich im Verwaltungshaushalt auf 360 638 Euro.

Ebenso ohne Gegenstimme billigten die Räte eine nachträgliche Genehmigung und Erweiterung des Wellnessbereiches im Hotel Chiemgauer Hof. Auf Antrag von Annelie Gromoll (Offene Bürgerliste) wurde auch das Thema öffentliche Behindertentoilette behandelt. Gromoll bedauerte, dass die auch mithilfe des beim geselligen Nachmittag gesammelten Geldes geschaffene Toilette am Naturbadesee nicht so zugänglich sei wie gewünscht: Im Winter sei das Wasser abgesperrt, im Sommer sei sie nur für Badegäste zugänglich.

Das Chiemgau-Stift erlaube zwar weiterhin die öffentliche Nutzung seiner behindertengerechten Toilette. Nach Gromolls Ansicht ist es jedoch schwierig, wenn Rollstuhlfahrer aufpassen sollen, dass Heimbewohner mit Demenzerkrankungen, die sich häufig im Flur aufhielten, nicht davonlaufen. Idealer wäre ihrer Meinung nach die »exponierte Stelle am Busbahnhof«.

Hobmaier äußerte kein Verständnis für Gromolls Bedenken wegen der dementen Heimbewohner: Im Verhältnis zur Gesamtzahl der Besucher des Stiftes seien die behinderten Besucher in der Minderheit. Zumindest übergangsweise sei die Benützung der Toilette im Stift eine Lösung. Hobmaier kann sich vorstellen, dass im Zuge des anstehenden Umbaus des Pavillons am Busbahnhof dort ein für Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kinderwagen günstigerer Toilettenzugang von der Nordseite her geschaffen werden kann. vm