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Preise an die Jugend übergeben

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Den Max-Fürst-Jugendpreis bekamen Veronika Buchner (links) aus Grassau und Veronika Engelsberger aus Siegsdorf.

Traunstein. Im Rahmen der Verleihung des Max-Fürst-Preises im Traunsteiner Rathaus wurden von Landrat Siegfried Walch auch die von ihm finanziell unterstützten Max-Fürst-Jugendpreise vergeben. Die Würdigung der Preisträger nahm der Beirat des Historischen Vereins, Alfred Kotter, vor. Die Themen seien sehr unterschiedlich, allen gemeinsam aber sei der Bezug zu unserer Region, sagte er einleitend. Die Zahl der zu Ehrenden sei heuer besonders groß. Neben Einzelpreisträgern gebe es auch ganze Klassen zu ehren.


Mit dem Max-Fürst-Jugendpreis wurde Veronika Buchner aus Grassau ausgezeichnet, die an der Berufsoberschule Traunstein eine hervorragende Semi-nararbeit mit dem Titel »Der Wiederaufbau der Schulstruktur an der Grassauer Volksschule nach dem Zerfall des Drittes Reiches« verfasst hat. Die Hexen- und Zaubererprozesse auf Schloss Staufeneck hat die Siegsdorferin Veronika Engelsberger vom Chiemgau-Gymnasium Traunstein aufgearbeitet.

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Ferner bekamen Gruppen den Max-Fürst-Jugendpreis. Zwei Klassen haben unter Federführung des Instituts für Bayerische Geschichte Internationalisierungsprozessen in Bayern nach 1945 nachgespürt. Die Klasse 9 d der Mittelschule Ruhpolding ging der Rolle des Sports und die Klasse 9 d der Reiffenstuel-Realschule Traunstein der Bedeutung von Wirtschaftsunternehmen für diesen Prozess nach.

Einen Anerkennungspreis erhielten Clara Hirt aus Unterwössen, die sich in ihrer Abschlussarbeit an der Berufsoberschule Traunstein mit der Entwicklung des Grenzübergangslagers Piding als erste Anlaufstelle für rund zwei Millionen Flüchtlinge und Vertriebene nach dem Zweiten Weltkrieg auseinandersetzte. Mit dem Thema Flucht und Vertreibung befasste sich auch Barbara Karau aus Inzell. Ihre W-Seminararbeit im Chiemgau-Gymnasium lautete »Vom Sudetenland in den Landkreis Traunstein«. Louisa Hofmann, Julia Hohenadler und Julia Reschberger vom Annette-Kolb-Gymnasium Traunstein verfassten bei einem W-Seminar Arbeiten über das Thema »Wasser«. Das Thema der W-Seminararbeit von Maria Rehrl lautete: »Die Bedeutung von Männern als Opfer der frühneuzeitlichen Hexenverfolgung im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation«.

Weitere Anerkennungspreise erhielten drei Gruppen. Ein P-Seminar Latein des Chiemgau-Gymnasiums Traunstein führte die Teilnehmer in den Römermuseen in Seebruck und Tittmoning auf die Spuren der Römer im Chiemgau. Handwerklich geschickte Schüler eines P-Seminars des LSH Schloss Ising bauten ein funktionstüchtiges römisches Pfeilgeschütz nach. In der Reiffenstuel-Realschule hat sich die Klasse 9 a mit der Traunsteiner Salzgeschichte beschäftigt und eine Ausstellung erstellt. Bjr