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Positive Gästezahlen in Schleching

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14 476 Gäste verbrachten im vergangenen Jahr ihren Urlaub in der Gemeinde Schleching. Das sind 2,35 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Schleching – Ein leichtes Plus bei Übernachtungen und Gästezahlen gab es im vergangenen Jahr in Schleching. Das berichtete der Leiter der Touristinformation, Josef Hell, bei der Jahreshauptversammlung des Verkehrsvereins Schleching im Gasthof Hubertus. Es wurden 81 025 Übernachtungen (Plus 0,36 Prozent) und 14 476 Gäste (Plus 2,35 Prozent) gezählt.


Der Vorsitzende des Verkehrsvereins, Altbürgermeister Fritz Irlacher, sprach über die touristischen Aufgaben zur Unterstützung der Gemeinde und der Touristik-Information. Er ließ das vergangene Jahr Revue passieren und lobte die vielen Helfer, die zum Gelingen der Aktivitäten wie Basteln und Betreuen des Christkindl-Marktstands, der Beet-Betreuung, Wanderungen oder den Lichtbilder-Vorträgen beigetragen haben. Auch das Thema der Neuwahlen im nächsten Jahr wurde angesprochen. Vielleicht wird der Verkehrsverein mit dem Verein für Gartenbau und Landschaftspflege zusammengelegt. Weiter berichtete Irlacher von den erfolgreichen Streichen-Kirchen-Führungen und das dort eine Informationstafel aufgestellt werden soll. Auch die Möglichkeiten für behindertengerechte Wege wurden angesprochen.

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Josef Hell berichtete, dass nun die Beschilderung der Bergwege und Radwege abgeschlossen ist und in diesem Jahr noch die Talwege mit gelben Schildern markiert werden. Lobenswert fand er dass die »RadReiseRegion Chiemsee-Chiemgau« mit dem Schlechinger Achental-Radweg auf der Internationalen Tourismus Börse in Berlin die Zertifizierung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad Clubs erhalten hat.

Weiter sprach Hell von den ersten Schritten zu einem gemeinsamen Internetauftritt mit den Gemeinden Unterwössen, Marquartstein, Staudach-Egerndach und Schleching. Hier meldete Hans Treziak Bedenken bei der Auffindbarkeit beziehungsweise ungewollten Weiterleitung von einzelnen Unterkünften an und bat um schnellstmögliche Änderung. Ein Strategiekonzept für die Zusammenarbeit mit den anderen Orten soll in diesem Jahr gemeinsam erstellt und im Jahr 2017 umgesetzt werden.

Zum Schluss gab Josef Hell noch einen kurzen Ausblick auf die Höhepunkte dieses Jahres wie die Alpen Radtour vom Bayerischen Rundfunk, dem ORF und dem Chiemgau-Tourismus »vom Chiemsee zum Gardasee«, die am 31. Mai in Schleching Station machen wird. Außerdem erwähnte er das Gautrachtenfest des Chiemgau Alpenverbands in Unterwössen, den »Chiemsee Summer« in Übersee und die Internationale Alpenwoche in Grassau.

Waltraud Eisenberger vom Ausschuss des Verkehrsvereins hatte sich mit der Thematik der Zertifizierung von Wanderwegen informiert und stellte zwei Möglichkeiten vor. Es gibt die Möglichkeit beim »Wanderverband« oder beim »Wanderinstitut« eine Zertifizierung zu erlangen. Die Vor- und Nachteile beider Institutionen wurden ausführlich gemeinsam diskutiert. Da die Zertifizierung allein noch keinen Gast in die Gemeinde bringt, wurden auch die Vermarktungsmöglichkeiten vorgestellt.

Für die Gemeinde sagte Bürgermeister Josef Loferer, dass die touristischen Konzeptionen gerade in einer Umbruchphase seien und eine gemeinsame Strategie mit den anderen Orten erarbeitet werde, der im Moment nicht vorgegriffen werden sollte. Auch für den schon vorhandenen und bekannten Schmugglerweg gebe es Pläne, so Loferer weiter. Auch hierüber entspann sich eine angeregte Diskussion, in der Remigius Bauer es begrüßte, dass im Vorfeld schon die Fakten eruiert wurden, damit schon »ein Plan in der Schublade« liegt. Remigius Pletschacher war hingegen der Meinung, dass zu viel Bürokratie die Abläufe auch behindern können.

Waltraud Eisenberger stellte noch weitere Marketing-Ideen für den Schmugglerweg vor. Dessen Alleinstellungsmerkmal in der Region müsse man laut Eisenberger unter touristischen Aspekten besser nutzen können. wun