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»Positiv ist, dass wir einen Schritt weiter sind«

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Mindestens 30 Häuser werden in den kommenden Jahren an dieser Stelle in »Traunstorf Nord-Ost« entstehen. Das Problem mit dem Oberflächenwasser soll voraussichtlich durch ein zentrales Regenwasserbecken im Norden des neuen Baugebiets gelöst werden.

Traunstein – Einen Schritt weiter ist die Stadt beim geplanten Baugebiet »Traunstorf Nord-Ost«. Zumindest steht nun fest, wie das Niederschlagswasser abgeleitet werden kann. Offen ist allerdings, wann das Bewerbungsverfahren startet. Nur so viel wollte die Stadt in dem Zusammenhang sagen: »Noch in diesem Jahr soll es losgehen.« Insgesamt sind es mindestens 20 Grundstücke, die im sogenannten Einheimischenmodell vergeben werden. Die gute Nachricht: Es könnten weitere dazu kommen.


Zum Hintergrund: Eigentlich wollte die Stadt bereits im vergangenen Oktober mit dem Bewerbungsverfahren für die Grundstücke starten. Doch dann tauchten Probleme mit dem Oberflächenwasser auf (wir berichteten). Laut eines Gutachtens des Wasserwirtschaftsamts gibt es in dem Gebiet nämlich bis zu einer Tiefe von rund acht Metern eine grundwasserführende Deckschicht. Diese dürfe nicht durchstoßen werden. Darunter gebe es eine Kiesschicht, in die das Oberflächenwasser nicht eingeleitet werden dürfe, auch wenn es vorgereinigt sei, wie es von Seiten des Wasserwirtschaftsamts hieß. Das Ingenieurbüro »Stefanutti + Habl« erarbeitete daraufhin ein Entwässerungskonzept und schlug vor, das Problem durch ein zentrales Sickerbecken mit Rückhaltung zu lösen. Dabei wären jedoch Bauplätze verloren gegangen – was dem Stadtrat nicht gefiel. Außerdem wollte dieser, dass noch eine weitere Variante geprüft wird: die Versickerung nicht über ein zentrales Becken, sondern beispielsweise straßenbegleitend im Baugebiet. In der jüngsten Stadtratssitzung wurde nun bekannt, dass die Stadt weiteren Grund im Norden kaufen konnte. »Das ist eine Fläche von zusätzlich 8800 Quadratmetern«, sagte Pressesprecherin Carola Westermeier auf Nachfrage des Traunsteiner Tagblatts. Nachdem es aber noch keinen Bebauungsplan gebe, könne nicht gesagt werden, wie viele Grundstücke das zusätzlich werden.

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Einhellig beschloss der Stadtrat, das Bebaungsplangebiet entsprechend zu erweitern. Die Planung für das Ansiedelungsmodell »Traunstorf Nord-Ost« wird grundsätzlich auf Basis eines zentralen Regenwasserbeckens fortgeführt. Im Zuge der Vorentwurfsplanung soll aber auch die Versickerung über straßenbegleitende Rasenmulden geprüft werden.

»Positiv ist, dass wir jetzt einen Schritt weiter sind«, sagte Dr. Christian Hümmer (CSU). »Doch gerade in diesem Bereich müssen wir schneller werden. Wir sollten mit ganzer Kraft dieses Thema voranbringen, denn es gibt viele Familien, die dringend etwas suchen.« KR