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Polizisten radeln für den guten Zweck

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Walter Schneidermeier (von links), Andreas Barmbichler und Josef Schön engagieren sich für die »Isabell-Zachert-Stiftung«. (Foto: Sojer)

Waging am See. So viele Polizisten sind wohl noch nie auf einen Schlag nach Waging gekommen. Zum Glück kamen sie aber nicht zur Verbrecherjagd, sondern für einen guten Zweck. Die gut 60 Beamten, teilweise schon im Ruhestand, waren auf einer Benefiz-Radltour für die »Isabell-Zachert-Stiftung«. Jetzt endete die Benefiz-Tour im Wochinger-Brauhaus in Traunstein.


Die Stiftung bekannter zu machen, war das Ziel der Beamten. Isabell Zachert war ein fröhliches Mädchen, das mit 15 Jahren an Krebs erkrankte. Trotz zahlreicher Chemotherapien verstarb Isabell bereits nach einem Jahr. Kurz vor ihrem Tod schrieb das tapfere Mädchen in den letzten sechs Wochen seines Lebens noch ein bewegendes Tagebuch für ihre Eltern und die beiden Brüder – als Ermutigung, Trost und Trauerhilfe. Zehn Jahre danach ließ ihre Mutter Christel daraus ein Buch machen. Mit dem Titel: »Wir treffen uns wieder in meinem Paradies« wurde das Buch ein Bestseller und in 32 Sprachen übersetzt. Aus den Erlösen gründete die Mutter 1994 die »Isabell-Zachert-Stiftung« zugunsten krebskranker Kinder.

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Walter Schneidermeier, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Laufen, sagte dazu: »Bisher haben wir auch noch nie von dieser Stiftung etwas gehört. Aber wir finden es einfach toll, dass sich die Kollegen aus den anderen Bundesländern für eine solche Sache einsetzen.« Josef Schön, stellvertretender Leiter der Verbindungsstelle der International Police Association (IPA) in Wiesbaden: »Was uns antreibt, diese Aktion einmal im Jahr zu machen, ist einfach: Wir radeln für die, die nicht mehr radeln können.« Die Erlöse werden an die »Isabell-Zachert-Stiftung« gespendet. Die Stiftung unterstützt damit das »Waldpiratencamp« in Heidelberg. Dort können sich krebskranke Kinder und ihre Geschwister erholen.

»Es läge eigentlich jedem, dem es gut geht, in der Verantwortung, Mitmenschen zu helfen, die sich in unserem Lande in einer schwierigen Lage befinden«, so Andreas Barmbichler vom Strandkurhaus Waging. Eine Spendenaktion sei deswegen immer eine wertvolle Anlage. Die mittlerweile 74-jährige Christel Zachert radelte ebenfalls mit und meinte: »In diesen fünf Tagen legen wir zirka 340 Kilometer zurück. Das ist nicht immer ganz einfach für mich, besonders bei dem miesen Wetter. Aber wir haben gemeinsam ein Ziel und motivieren uns immer gegenseitig.« Gestärkt ging es nach der Mittagspause für die Radler weiter mit der geplanten Tour. Jeder der Radler trägt ein buntes Armband mit dem weisen Spruch: »Eines werden wir nicht tun – aufgeben.« soj