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Polizei verstärkt Präsenz auf Traunsteiner Christkindlmarkt

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Am Eingang zum Traunsteiner Christkindlmarkt steht ein Polizeiauto. Uniformierte Polizisten patrouillieren über den Markt. Einige der Polizisten, die das Umfeld sichern, tragen auch Maschinenpistolen und schusssichere Westen. (Foto: Schwaiger-Pöllner)

Traunstein – Nach dem furchtbaren Anschlag in Berlin hat die Polizei auch auf dem Traunsteiner Christkindlmarkt ihre Präsenz erhöht. »Es sind deutlich mehr Polizisten eingesetzt«, erklärt der Leiter der Polizeiinspektion Traunstein, Rainer Wolf. Sie patrouillieren nicht nur auf dem Markt, sondern sichern auch dessen Umfeld ab. Wie viele Beamte zeitgleich im Einsatz sind, da hält Wolf sich bedeckt. Genau Zahlen wolle er nicht nennen, so der Inspektionsleiter.


Er erklärt aber, dass einige Polizisten Maschinenpistolen und schusssichere Westen tragen würden – allerdings nicht die, die in Uniform über den Christkindlmarkt patrouillieren würden.

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Ziel sei es, das resümiert Wolf, bis zum Ende des Christkindlmarkts – er ist das letzte Mal am 24. Dezember geöffnet – »deutlich Flagge zu zeigen«. Gleichzeitig stellt der Traunsteiner Polizeichef klar, dass es »keine konkrete Gefahr« für Besucher des Traunsteiner Christkindlmarkts gebe. Und die Polizeipräsenz dort sei auch nichts Neues. »Die Polizei ist seit vielen Jahren vor Ort.« Früher allerdings eher, um Taschendieben das Handwerk zu legen.

Ihr Sicherheitskonzept hat die Polizei auch mit der Stadt Traunstein, dem Veranstalter des Christkindlmarkts, abgestimmt. Wie der zuständige Stadtmitarbeiter, Ordnungsamtsleiter Manfred Bulka, im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt erklärt, wurde am Dienstag um 18 Uhr auf dem Traunsteiner Christkindlmarkt – so wie bundesweit auf zahlreichen anderen Weihnachtsmärkten – eine Schweigeminute abgehalten, um der Opfer des Berliner Anschlags zu gedenken. Der Vorschlag, so Bulka, sei vom Deutschen Schaustellerverband gekommen, dessen Mitglieder auch auf dem Traunsteiner Christkindlmarkt vertreten seien.

Die Standbetreiber drehten um 18 Uhr die Musik und die Lichter in ihren Hütten ab, sodass es auf dem Marktgelände ruhig und fast dunkel war. »Die Besucher haben das sehr gut angenommen und mitgemacht«, so Bulka. Als dann noch die Glocken der Traunsteiner Stadtpfarrkirche St. Oswald zu läuten begonnen hätten, sei die Schweigeminute im »total passenden Rahmen« abgelaufen. san