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Polizei schließt religiöses Motiv nicht aus

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Prien – Nach dem Mord an einer 38-jährigen Afghanin in Prien am vergangenen Samstag (wir berichteten), ist für die Kripo noch kein eindeutiges Motiv erkennbar. Das teilte das Polizeipräsidium Oberbayern Süd am Mittwoch mit. Die Ermittlungen laufen weiter auf Hochtouren.


Mit einem langen Küchenmesser hatte der 29 Jahre alte afghanische Staatsangehörige, der in einer Priener Gemeinschafsunterkunft wohnte, am Samstagabend vor einem Lebensmittelgeschäft vor den Augen ihrer fünf und elf Jahre alten Kinder mehrfach auf die 38-Jährige eingestochen. Wie die Obduktion ergab, erlitt die Frau multiple Stich- und Schnittverletzungen, die zum Tode führten. Der tatverdächtige Afghane, der noch am Tatort festgenommen worden war, befindet sich aufgrund eines richterlichen Beschlusses und vorangegangener medizinischer Begutachtung in einer psychiatrischen Einrichtung.

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Nach wie vor werden von der Kriminalpolizei umfangreiche Ermittlungen im Umfeld des Opfers und auch des Täters geführt, die sich aufgrund der Sprachbarrieren schwierig und sehr aufwändig gestalten. Die Ermittler arbeiten mit zertifizierten Dolmetschern zusammen, um eine höchstmögliche Aussagegenauigkeit zu erzielen.

In ersten Befragungen räumte der 29-Jährige das Verbrechen ein, machte bisher jedoch keine Angaben zu seinem Motiv. Die diesbezüglichen Ermittlungen dauern an. Dazu gehören nach Polizeiangaben auch intensive Nachforschungen in Bezug auf eine mögliche religiöse Motivation.

Wie die Ermittler zwischenzeitlich feststellten, kannten sich Opfer und Täter, eine darüber hinausgehende Beziehung bestand jedoch offenbar nicht. Die 38-jährige afghanische Staatsangehörige, die sich bereits seit 2011 in Deutschland aufhielt, lebte in einer eigenen Wohnung in Prien. Der Tatverdächtige hält sich seit 2013 im Lande auf und verfügt über eine Duldung.

Die beiden Kinder des Opfers sind stark traumatisiert und betreut untergebracht. fb

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