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Podium für junge und erfahrende Musiker

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Reit im Winkl. Trotz des zum Teil wechselhaften bis nassen, manchmal kühlen Wetters zeigt sich der künstlerische Leiter Wolfgang Diem im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt zufrieden mit der Resonanz auf das »Chiemgau Alm Festival« 2014. Das Ziel, keine Massenveranstaltungen zu inszenieren, sondern jeweils etwa 100 bis 500 Leute mit qualitativ hochwertigen Musikangeboten auf die Chiemgauer Almen zu locken, sieht er unter dem Strich als erreicht an.


Richtig verregnet habe es nur den Almrock-Abend auf der Wuhrsteinalm und das Konzert an der Streichenkirche, doch hier habe man jeweils in die Innenräume ausweichen können. Sehr gut besucht seien neben der Eröffnung auf der Rachlalm auch der Jazzabend am Hochfelln, speziell am Bachschmied-Kasser, gewesen. Bewährt hat sich nach Diems Ansicht auch, dass die Veranstaltungen in den Chiemgauer Alpen räumlich gut verteilt waren, bis hin zum Forsthaus Adlgass bei Inzell als östlichstem Punkt.

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Dank eines von heimischen Sponsoren maßgeblich finanzierten Künstleretats und durch die Arbeit mit Chiemgauer Gruppen, die bei den Honoraren moderater sind aus auswärtige, sei es möglich, dem Publikum zum Beispiel beim Weisenbläsertreffen gleich vier Gruppen zu präsentieren. Bei den Zuhörern komme auch sehr gut an, dass es hier so »leger, gemütlich und ,griabig’« zugeht, lockerer als bei Konzerten oder Hoagart-Veranstaltungen in Sälen.

Eine schöne Seite des »Chiemgau Alm Festivals« für die Mitwirkenden ist nach Erfahrung des Organisators, dass sich sowohl erfahrene Musikanten hier treffen können als auch Neulinge, die hier ein Podium finden – wie soeben der Musikschule entwachsene Volksmusikgruppen oder die Chiemgauer Band »Status Seeker«. Auch ein Austausch zwischen den Musikergenerationen finde statt, zum Teil innerhalb von erfahrenen Gruppen wie bei den »Laubensteinern« mit ihrem jungen Ziach-Spieler.

Was das künftige musikalische Potenzial im Chiemgau, aus dem das Alm-Festival schöpfen kann, betrifft, ist der Leiter der Musikschule Grassau sehr zuversichtlich: Ehemalige Schüler von ihm dirigieren inzwischen die Reit im Winkler Musikkapelle und das Blasorchester Marquartstein, und eine ehemalige Schülerin wuchs in das Grassauer Posaunenquartett hinein, wie Diem verriet. vm