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Der Landkreis wolle weiterhin Verantwortung für die älteren Menschen in der Gesellschaft übernehmen, betonte Landrat Siegfried Walch im Kreistag.

Traunstein – Der Landkreis hält an den Kreisaltenheimen in eigener Trägerschaft fest. Im Kreistag hob Landrat Siegfried Walch heraus, die Einrichtungen erfüllten »eine ganz wichtige Aufgabe in der Region«.


Der Landkreis wolle weiterhin Verantwortung für die älteren Menschen in der Gesellschaft übernehmen. Das sei nur möglich, wenn man langfristig kostendeckend arbeiten könne. Erstmals seit Jahren seien 2017 in den drei Heimen Grabenstätt, Trostberg und Palling positive Ergebnisse erwirtschaftet worden – »Gott sei Dank«, wie Walch anfügte. Der Landkreis wolle in Palling bauen und dort ein Haus schaffen, das modernen Standards genügt.

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Zwei Gesellschaften – eine Betreiber- und eine Verwaltungsgesellschaft – sind für die Altenheime verantwortlich. Der Landrat und Geschäftsführer Markus Mayr fassten als alleinige Repräsentanten bei der Gesellschafterversammlung vor dem Kreistag die notwendigen Beschlüsse.

Die Betreibergesellschaft erzielte 2017 eine Bilanzsumme von knapp 13,5 Millionen Euro. Die Erfolgsrechnung schloss mit Aufwendungen von fast 8,86 Millionen Euro und Erträgen von mehr als 9,3 Millionen Euro. Die Verwaltungsgesellschaft erreichte eine Bilanzsumme von knapp 36 200 Euro. Aufwendungen von 15 870 Euro standen Erträge von 16 630 Euro gegenüber. Das bedeutete einen Jahresüberschuss in der Verwaltung von auf den Cent genau 760,04 Euro.

Der Jahresüberschuss der Betreibergesellschaft – der Kreisaltenheime Traunstein GmbH & Co. KG – belief sich auf exakt 447 772,12 Euro. Sie erwirtschaftete damit ein Jahresergebnis, das um 115 000 Euro über dem des Vorjahrs 2016 lag. Nicht nur das Gesamtergebnis verbesserte sich. Auch jedes einzelne Alten- und Pflegeheim schnitt besser gegenüber dem Vorjahr ab. »Zu verdanken war das Ergebnis der nahezu konstanten Auslastung der Häuser und der Umsatzsteigerung bei den Erträgen aus allgemeinen Pflegeleistungen – aufgrund einer erfolgreich geführten Pflegeentgeltverhandlung«, begründete Landrat Walch.

In der Aussprache regte Alfons Baumgartner, Bayernpartei, im Zusammenhang mit den Plänen in Palling eine Bedarfsplanung an. Im Süden des Landkreises herrsche ein Überangebot an Heimplätzen, im Norden eher eine Unterdeckung. Das bestätigte Walch. Für den Neubau in Palling werde eine Bedarfsanalyse erstellt. Die Belegungsquoten der einzelnen Häuser seien herausragend gut, informierte Geschäftsführer Markus Mayr auf weitere Frage Baumgartners. Palling liege bei über 94 Prozent, Trostberg bei 96 und Grabenstätt bei 97,5 Prozent Auslastung. Dazu Landrat Siegfried Walch: »Wir sind insgesamt voll. Unsere Heime sind gefragt.« kd