weather-image
22°

Platz für den Wertstoffhof gefunden

4.2
4.2
Bildtext einblenden
Im Gewerbegebiet Eichelreuth, anstelle des Bauhofs der Firma Mix-Hornberger, kann der neue Wertstoffhof angesiedelt werden. Dieser wird sich dann hinter dem Getränkemarkt, gegenüber dem Sporthaus Achental und vor dem Bauhof Milde zentral und gut erschlossen befinden. (Foto: T. Eder)

Grassau – Mit einer überraschenden Information wartete Bürgermeister Rudi Jantke in der Bürgerversammlung in Sachen Wertstoffhof Grassau auf. Nun scheint nach langer Suche ein geeigneter Platz für den Neubau im Gewerbegebiet gefunden. Die Eröffnung sei Mitte 2017 realistisch.


Zur Vorgeschichte berichtete der Rathauschef, dass ein für Marquartstein, Staudach-Egerndach und Grassau gemeinsamer, neuer Wertstoffhof gebaut werden soll und Grassau wie auch die Nachbargemeinden ihre eigenen Höfe schließen. Es komme daher nur ein Standort infrage, der auch für Marquartstein und Staudach-Egerndach attraktiv sei.

Anzeige

Der Landkreis habe den Betrieb des Wertstoffhofs ausgeschrieben. Zuschlag erhielt vor knapp zwei Jahren die Firma Schaumaier aus Traunstein, ohne dass diese ein geeignetes Grundstück hatte. Seit eineinhalb Jahren sei man nun auf der Suche nach einem passenden Grundstück. Zunächst war der Wertstoffhof auf dem ehemaligen Holzlagerplatz am Kreisverkehr am Ortseingang von Staudach-Egerndach her gesehen geplant. Dieser Bereich wird aber für das neue Logistikzentrum der Firma Katek benötigt.

Im Gespräch war dann das Grundstück neben dem Aldi-Markt. Das wurde aber wieder verworfen, weil der Lärmschutz zu teuer geworden wäre. Die Verwaltung habe sich dann bei den Betrieben im Gewerbegebiet erkundigt, ob dort jemand bereit sei, auf sein Grundstück zu verzichten.

Die Baufirma Mix-Hornberger habe schließlich Bereitschaft signalisiert, ihren Bauhof zu verlagern. Diese befindet sich südlich des Getränkemarkts. Hier wäre es möglich, den Wertstoffhof anzusiedeln. Verhandlungen führten zu einer Einigung. Der Entsorger würde auch die Halle ablösen.

Nun braucht aber die Firma Mix-Hornberger einen Ersatzgrund. Auch hier wurde man fündig. Im Gewerbegebiet Kucheln zwischen der Gerberei Igel und der Zimmerei Röber sei ein freies Grundstück, das der Sawallisch-Stiftung gehöre. Diese sei bereit, den Grund zu veräußern. Auch über den Preis bestehe bereits Einigung. Problem sei aber, dass dieser Grund als Feuchtwiese in der Biotopkartierung enthalten und nicht einfach herauszubekommen sei. Die Wertigkeit dieser Feuchtwiese sei aber nicht besonders hoch, wie Biologe Stefan Kattari feststellte.

In der Nähe des Museums Klaushäusl besitze die Gemeinde einen Grund, der mit geringem Aufwand aufgewertet und als Kompensationsfläche für die Feuchtwiese angeboten werden könnte. Die Entscheidung hierüber treffe nun das Umweltamt. Wenn hier grünes Licht kommt, wird für den Bereich in Kucheln ein Bebauungsplan aufgestellt und die Firma Mix-Hornberger kann umziehen. Dann ist der Weg für den neuen Wertstoffhof geebnet. Vor Mitte 2017 wird sich dies aber, so der Rathauschef weiter, nicht bewerkstelligen lassen. tb