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Platz für den Nachwuchs bei Familienfreizeiten

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Die Kritische Akademie in Inzell wächst laufend. Jetzt ist das neue »Kinderspielhaus« eingeweiht worden. Es ist im Berghüttenstil errichtet. (Foto: Mergenthal)

Inzell. Mit einem Fest für alle am Bau Beteiligten ist nun das neue »Kinderspielhaus« der Kritischen Akademie in Inzell eingeweiht worden. In traditioneller Holzblockbauweise errichtet, bietet es die dringend benötigten Räumlichkeiten für den Nachwuchs bei Familienfreizeiten und ähnlichen Angeboten. Aber auch für gemütliche Abschlussfeiern der vielfältigen Bildungsangebote eignet sich das berghüttenähnliche Gebäude mit seinem prasselnden Kaminfeuer. Für das Spielhaus und ein neues Seminarhaus investierte die Einrichtung in den vergangenen drei Jahren rund 4,2 Millionen Euro.


Seit ihrer Eröffnung im Jahr 1977 durch den damaligen Bundeskanzler Helmut Schmidt bietet die Kritische Akademie ihren Gästen neben einem umfangreichen Bildungsangebot auch vielfältige Möglichkeiten, in großartiger Natur Ruhe und Erholung zu finden. Für internationale Veranstaltungen stehen Dolmetscherkabinen zur Verfügung.

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Ursprünglich von der Gewerkschaft Textilbekleidung für die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der Miederindustrie gegründet, ist die Kritische Akademie seit 1998 eine Einrichtung der IG Metall und steht darüber hinaus Gastbelegern offen. »Wir sind der größte private Arbeitgeber in Inzell«, verriet Akademie-Leiter Wilfried Hess bei der Hebefeier stolz.

Von 1994 bis 2013 stieg die Zahl der Beschäftigten von 16 auf 48, die Auslastung von 84 auf 90 Prozent und die Zahl der Zimmer von 35 auf 70. Die Einnahmen kletterten von 1,6 Millionen auf etwa sieben Millionen Euro und die Teilnehmertage von 14 800 auf insgesamt rund 31 000. Davon entfallen etwa 21 000 auf Inzell und der Rest auf sechs Außenstellen in den verschiedenen Regierungsbezirken der 2012 neu gegründeten »Betriebsräteakademie« der IG Metall Bayern. Diese wird von Inzell aus verwaltet und geleitet. »2016 kommt eine siebte Außenstelle in Mittelfranken dazu«, so Hess.

Kontinuierlich sind die Gebäude im Laufe der Jahre modernisiert und den geänderten Bedürfnissen und technischen Erfordernissen angepasst worden. So wurde inzwischen auch der Speisesaal erweitert. Bereits seit Herbst 2012 steht ein neues, modernes, mit allen Kommunikationstechnologien ausgestattetes Seminargebäude zur Verfügung. Hochwertige mobile Trennwände ermöglichen hier flexible Raumgrößen und ein ungestörtes Nebeneinander verschiedenster Nutzergruppen.

Die Bausumme von etwa 4,2 Millionen Euro für die jüngsten Erweiterungsprojekte stelle nicht nur eine sinnvolle Investition in die Zukunft der Einrichtung selbst dar, betonte Hess. »Sie unterstützt auch die heimische Wirtschaft.« Über 20 mittelständische Handwerksbetriebe aus Inzell und Umgebung wirkten hier unter der federführenden Planung des Kirchanschöringer Architekten Martin Weber mit. vm

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