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Plattln und Tanzen auf höchstem Niveau

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Auf höchstem Niveau geplattlt, getanzt und musiziert wurde beim Gauheimatabend des Gauverbandes I, der heuer beim GTEV »Chiemgauer« Grabenstätt über die Bühne ging. Unser Bild zeigt die Bergmoos-Musi. (Foto: Müller)

Grabenstätt. Knapp neun Monate nach dem unvergesslichen 100. Gründungsfest des GTEV »Chiemgauer« Grabenstätt ging in Grabenstätt erstmals der Gauheimatabend des Gauverbandes I über die Bühne. Die gastgebenden Grabenstätter Trachtler meisterten auch diese Aufgabe mit Bravour. So freute sich Vorstand Sepp Fleischmann über die knapp 500 Trachtler des ältesten und größten Gauverbands der bayerischen Gebirgstracht-Erhaltungsvereine.


Das Programm ausgearbeitet hatten Gauvorplattler Matthias Wiesholler, dessen Stellvertretern Florian Randl und Josef Zollner. »Duat's so weiter, denn ihr seid's das Aushängeschild des Gauverbands I«, wandte sich Gauvorstand Peter Eicher an die Gaugruppe und die Gaujugend.

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Dann zeigten die besten Dirndln und Burschen im Gau gleich mehrfach ihre Extraklasse beim Tanzen und Plattln. Auch die Grabenstätter »Aktiven« und die vereinseigene Trachtenjugend überzeugten und zeigten, dass es kein Zufall ist, dass man mit Wiesholler den Gauvorplattler in den eigenen Reihen hat. Unterhaltsam führte Hildegard Kallmaier vom Bayerischen Trachtenverband durch den Abend.

Da 2015 das 125-jährige Bestehen des Gauverbandes I ansteht, ließ sie zwischen den Auftritten der Trachtler und Musikanten die Geschichte des Verbands Revue passieren. Als die Tracht, also das Gewand des Bauernstandes, Anfang des 19. Jahrhunderts vom Aussterben bedroht gewesen sei, hätten die Wittelsbacher, allen voran Kronprinz Ludwig, der spätere König Ludwig I., und dann auch dessen Sohn Max II. diesem negativen Trend zum Glück erfolgreich entgegengesteuert, berichtete sie.

Nach der Gründung mehrerer Gebirgstrachten-Erhaltungsvereine in den 1880er Jahren sei es am 1. Juni 1890 in Rosenheim auf Anregung des noch sehr jungen Rosenheimer Vereins zur Gründung der ersten Dachorganisation von Trachtenvereinen, dem heutigen »Gauverband I« gekommen. Auf eine erste große Gründungswelle, die mit dem Ersten Weltkrieg ein abruptes Ende fand, habe dann 1919 sofort eine zweite Welle von Trachtenvereinsgründungen eingesetzt. Innerhalb von wenigen Jahren seien 37 Vereine hinzugekommen, also ein Drittel aller Trachtenvereine im Gau, strich Kallmaier den gewaltigen Aufschwung heraus, den die Trachtenbewegung damals erfahren habe.

Viele Musikanten spielten zünftig auf

Musikalisch begleitet wurde der kurzweilige Festabend von der zünftigen Volkmusikgruppe »Virginia Blos«, der Musikkapelle Grabenstätt und der Grabenstätter Bergmoos-Musi um Katharina Wiesholler (Harfe) und Lukas Wimmer (Ziach). Die »Sagschneider Malan« begeisterten mit ihren grandiosen Stimmen. Dabei fiel es akustisch kaum auf, dass die Frauen nicht wie üblich als Trio, sondern als Duett auftraten. Nach dem Ende des offiziellen Programmteils wurde auf der Bühne noch weiter getanzt. mmü