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Planung für Verkehrsknotenpunkt St. Georgen auf Eis gelegt

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Aus eisenbahntechnischen Gründen ist die Planung für den Verkehrsknotenpunkt St. Georgen im Zuge der Ortsumfahrung Altenmarkt auf Eis gelegt. Bevor sich die Zugfrequenz nicht erhöht, wird der Vorentwurf für eine Tieferlegung der Straße und einen Kreisverkehr nicht weiter bearbeitet. (Foto: Rasch)

Traunreut – In der Traunreuter Stadtratssitzung musste man feststellen, dass noch lange keine zeitnahe Gesamtlösung für den Verkehrsknotenpunkt in St. Georgen in Sicht ist.


Bei der Vorstellung des überarbeiteten Entwurfs des zweiten Bauabschnitts der Ortsumfahrung Altenmarkt in der jüngsten Traunreuter Stadtratssitzung wurde einmal mehr deutlich, dass für den Verkehrsknotenpunkt in St. Georgen keine zeitnahe Gesamtlösung in Aussicht ist. Es sei denn, es fahren mehr Züge. »Der Bund legt den Vorentwurf so lange auf Eis, bis nachvollziehbar ist, dass sich die Zugfrequenz erhöht«, erklärte der Leiter des Staatlichen Bauamts, Sebald König.

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Dass das bis zum Sankt Nimmerleinstag dauern könnte, befürchtete nicht nur Bernhard Seitlinger (CSU). »So wie es ausschaut, können wir uns von der Tieferlegung in naher Zukunft verabschieden, weil die Zugpaare nicht mehr werden.« Der Dauerblitzer sei zwar hilfreich, um schwere Unfälle zu vermeiden und die Teilsignalisierung helfe auch.

»Aber das kann keine grundsätzliche Lösung sein.« Er habe das Gefühl, dass St. Georgen der Verlierer bei dem Bauprojekt sei. Auch Matthias Bauregger (FW) stimmten die Aussagen des Staatlichen Bauamts bedenklich. Er kritisierte, dass die Behörde nach ersten Widerständen es jetzt stückchenweise versuche. Verkehrsreferent Roger Gorzel (Bürgerliste): »Die Bahn ist der große Verhinderer.« Man sollte zunächst auf die Menschen schauen und dann auf das ganze Tierzeug, sagte er zu den ökologischen Auflagen.

»Wir haben die Planung St. Georgen weitergeleitet«, versuchte König die Gemüter zu beruhigen. Der Entwurf sei auf dem Genehmigungsweg. Die Genehmigung ruhe aber wegen der geringen Zugfrequenz. So lange nicht mehr Leute mit dem Zug fahren, lehne der Bund den Umbau der Eisenbahnkreuzung ab.

Wie mehrfach berichtet, forderte die Stadt Traunreut eine Tieferlegung der Bundesstraße 304 und einen Kreisverkehr. Wegen der Bahnlinie musste der Verkehrsknotenpunkt aus der Gesamtplanung herausgenommen und separat geplant werden. Um eine Zwischenlösung für die unfallträchtige Kreuzung zu schaffen, wurden eine Dauerblitzeranlage und eine Ampelschaltung installiert. Der Stadtrat fordert aber eine große Lösung und hält an seinem vor sieben Jahren gefassten Beschluss fest. Darin fordert das Gremium eine Lösung, die vor oder spätestens mit dem Bau des zweiten Bauabschnitts der Ortsumfahrung verkehrswirksam umzusetzen ist.

Mit 18:10 Stimmen wurde dieser Beschluss jetzt erneut bekräftigt und der aktualisierte Entwurf für die Ortsumgehung Altenmarkt zur Kenntnis genommen. ga