weather-image
16°

Pläne werden konkreter

3.5
3.5

Chieming – Endlich kommt Bewegung in den Umbau des ehemaligen Gasthofs Unterwirt. Mehr als einem Jahr lang hat sich nichts getan und Chieminger Bürger wie Urlauber und Vermieter waren verärgert. Einige äußerten jetzt ihren Unmut gegenüber der Presse. So fielen wegen der Schließung des Saales mehrere Brauchtumsveranstaltungen aus, darunter auch Theateraufführungen während der Weihnachtszeit. Und auch der Biergarten in herrlicher Lage wurde vermisst.


Der neue Mitbesitzer, die Paulaner Brau Beteiligungs-Gesellschaft, hat nun den Bauantrag zu Umbau und Sanierung des Gasthofs gestellt. Der Gemeinderat, der sich zu dem Thema bereits nichtöffentlich mehrmals getroffen hat, erteilte mit nur wenigen Wortbeiträgen sein Einvernehmen dazu. Eine gute Nachricht hatte Bürgermeister Benno Graf gleich zu Beginn: den für Chieming so dringend benötigten Saal werde es auch nach der umfassenden Sanierung geben.

Anzeige

Küchentrakt wird neu gebaut – Biergarten bleibt erhalten

Neu gebaut werde der Küchentrakt und auch für das Restaurant stünden umfangreiche Sanierungen an. Im Erdgeschoß werde es ein barrierefreies Behinderten-WC geben. Dies wünschte sich der Gemeinderat in allen Gebäuden. Über der Gaststätte sind mehrere Appartements für das Personal geplant. Auch den Biergarten werde es weiterhin geben. Entstehen werde auch ein Brauhaus mit Schwemme und Bierausschank. Zudem soll es im Erdgeschoß einen Dorfladen geben, der laut Graf keine Konkurrenz zum Chieminger Dorfladen im Oberdorf sein werde.

Zur Höhe der Gebäude sagte der Bürgermeister, dass durch die Steigerung von 25 auf 36 Grad die Dächer steiler und etwas höher würden. Er kündigte den Abriss eines Nebengebäudes an – der Neubau werde Wohnungen enthalten. Der Bürgermeister informierte, dass der Gastbetrieb 35 Fremdenzimmer mit bis zu 65 Betten haben werde. Die Frage, ob es wie früher geplant einen Bettentrakt geben wird, verneinte er. Zudem werde es 86 Stellplätze geben – viele davon als Carports.

Die Räte wie auch Bürgermeister Graf meinten, dass der Bauantrag gegenüber der früheren Planung wesentlich kleiner ausgefallen sei und sich jetzt auch wesentlich besser in die Umgebung einfüge. Heinrich Hunglinger (SPD) sagte, die Modernisierung des Unterwirts sei notwendig. Sebastian Heller (Grüne) fragte noch nach dem Lärmschutz. Darauf antwortete Graf, es seien Schallschutzwände geplant.

Der Bürgermeister verlas ein Schreiben von Ortsheimatpfleger Hubert Steiner, der sich für die Beibehaltung des Namens Unterwirt aussprach – er sei ein Markenzeichen für Regionalität und Tradition. Heller (Grüne) sah dafür jedoch wenig Chancen, da ihm die Verantwortlichen bereits mitgeteilt hätten, dass der Name mehr auf das Brauhauswesen hinweisen werde, möglicherweise Chiemseer-Brauhaus.

Maibaum darf am Parkplatz stehen bleiben

Offen blieb noch die Frage nach dem Baubeginn. Graf konnte dazu nur sagen, dass laut dem Bauherrn die Fertigstellung des ersten Bauabschnitts zur Maibaumaufstellung 2017 geplant ist. Der Bauabschnitt eins bezieht sich auf die Sanierung des Saals einschließlich Küche mit Gaststätte. Weiter habe man ihm den Verbleib des Maibaums an der bisherigen Stelle am Parkplatz vor dem früheren Unterwirt fest zugesichert. OH

Mehr aus der Stadt Traunstein
Einstellungen