weather-image
20°

Pläne für Feuerwehrhaus

0.0
0.0

Schneizlreuth – Die Planungen zum Neubau des Feuerwehrhauses in Weißbach nehmen immer konkretere Formen an. Drei Varianten stellte Bürgermeister Wolfgang Simon in der jüngsten Gemeinderatssitzung vor. Untersucht wurde demnach eine Reaktivierung des Hauses des Gastes, die Umsetzung als Kombigebäude mit touristischen Einrichtungen und ein Neubau nur für die Feuerwehr. Als Standorte kommen das Grundstück neben der Trachtenhütte, gegenüber dem Hotel Alpenglück, wie das Gelände an der Einfahrt B305/Jochbergstraße in Frage. Eine Entscheidung soll der Gemeinderat noch in diesem Sommer treffen.


Das neue Feuerwehrhaus soll zwei Stellplätze für die Einsatzfahrzeuge bieten mit einem Schulungsraum, einem Büro, Sanitär- und Umkleideräumen sowie einem Lager. Dazu kommen 28 Stellplätze für etwa 40 Einsatzkräfte und ein Übungsplatz. Bei einer Kombination aus Feuerwehrhausneubau ohne Schulungsraum und Reaktivierung des Hauses des Gastes mit gemeinsamer Nutzung für Tourismus und Feuerwehr müsste für einen barrierefreien Zugang zum Saal ein Aufzug eingebaut werden. Die Komplettsanierung des Hauses des Gastes kostet rund 575 000 Euro, weitere 840 000 Euro das Feuerwehrhaus ohne Schulungsraum gegenüber dem Hotel Alpenglück.

Anzeige

Zweite Variante wäre ein Kombigebäude für die Feuerwehr mit Räumen für den Tourismus, einem Kombisaal und einem Aufenthaltsraum für die Feuerwehrler. In diesem Fall würde das Haus des Gastes verkauft, könnte aber nicht für Wohnungen genutzt werden. Das würde 1,2 Millionen Euro kosten. Als dritte Variante käme ein Neubau mit Schulungsraum gegenüber dem Hotel Alpenglück oder an der Einfahrt B 305/Jochbergstraße in Frage für 972 000 Euro.

Die Kostenschätzung enthalten noch nicht den Preis für das Grundstück. Das Gelände an der Jochbergstraße würde 38 500 Euro kosten. Für das Grundstück neben der Trachtenhütte steht noch kein Preis fest. Geklärt werden müssen unter anderem zudem noch Kanal- und Wasseranschlussmöglichkeiten und die Kosten, die Notwendigkeit einer Uferverbauung, die Zulässigkeit einer Kombination Tourismus/Feuerwehr und die Höhe der Fördermittel.

Laut Simon ist das Projekt bereits im Haushalt 2016 eingeplant. Ziel ist es deshalb, spätestens im Sommer zu entscheiden. In der Diskussion ging es unter anderem um die Frage, ob die Anlage den Hotelbetrieb gegenüber stören könnte. Bürgermeister Simon sah hier keine großen Probleme mit Verweis auf den bereits vorhandenen Lärm der Bundesstraße. Für ihn gehöre die Feuerwehr in die Dorfmitte, da hier wertvolles, ehrenamtliches Engagement gelebt werde. Natürlich könne aber an diesem Standort kein reiner Zweckbau entstehen. Vielmehr sollte die Anlage im oberbayerischen Baustil erbaut werden. wb