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Pläne für Adalbert-Stifter-Straße vorgestellt

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Traunreut – Die Ausbaupläne für die Adalbert-Stifter-Straße in Traunreut wurden dem Stadtrat vorgestellt. Rund 1,8 Millionen Euro soll das Vorhaben kosten, geplant ist eine sieben Meter breite Straße mit einem Gehweg an der Nordseite sowie insgesamt 35 Parkbuchten auf der Südseite.


Die Kreuzung mit der Traunwalchener Straße soll durch einen Kreisverkehr entschärft werden. Für Radfahrer könnten an beiden Straßenseiten Linien jeweils eine eigene Fahrbahn markieren, damit würden entlang der Straße auch parkende Lastwagen verhindert.

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Markanteste Änderung ist der Kreisverkehr

Monika und Hans Althammer vom Planungsbüro SAK aus Traunstein stellten die Planung der rund 880 Meter langen Straße zwischen Traunring und Fridtjof-Nansen-Straße vor. »Die Straße ist in einem teils sehr schlechten Zustand«, sagte Althammer. Als markanteste Änderung stellte er den Kreisverkehr an der Traunwalchener Straße mit einem Durchmesser von 24 Metern vor: »Er soll so klein wie möglich, aber auch so groß wie nötig werden.«

Diese Planung sei auch mit dem Staatlichen Bauamt Traunstein abgesprochen. »Durch den Umbau wird die Kreuzung sicher«, versicherte Althammer. Für Fußgänger sei dann an allen vier angeschlossenen Straßen jeweils eine ausreichende Querungshilfe vorgesehen. Gleichzeitig müssen für den Kreisverkehr 72 Quadratmeter Grund erworben werden.

Fahrbahn und Gehweg werden etwas breiter

Die Fahrbahn selbst soll sieben Meter breit und zum Großteil nach Süden geneigt sein, damit dort dann die Entwässerung auf einer Straßenseite möglich sei. Bisher ist die Straße 6,50 Meter breit und fällt nach beiden Seiten ab. Am nördlichen Fahrbahnrand soll ein zwei Meter breiter Gehweg gepflastert werden, derzeit ist dort ein 1,50 Meter breiter Weg für Fußgänger.

An der Südseite sind zudem 35 Längsparkplätze geplant. Diese werden in die bisherige Grünanlage ragen. Dort soll der Eingriff mit rund 100 Quadratmetern so gering wie möglich gehalten werden, es müssen aber dennoch acht Bäume gefällt, so ist es zumindest in der Planung eingezeichnet.

Konrad Unterstein (FW) bezweifelte, ob 35 Längsparkplätze ausreichten: »Vielleicht haben dort noch mehr Platz, denn jetzt stehen dort viele Lastwagen.« Möglicherweise würden dann die Seitenstraßen noch mehr zugeparkt. Althammer gestand: »Mehr Parkplätze sind möglich, aber dann müssten wir noch mehr dieser tollen Bäume opfern.«

Josef Winkler (BL) mahnte dazu: »Das ist der letzte durchgehende Grünzug in der Stadt, im Zweifel sollten wir davon lieber weniger wegzwacken.« Hans Kneffel (CSU) fragte, ob sieben Längsparkplätze gegenüber dem Pur Vital ausreichen. »Das ist ein Kompromiss, mehr würde nur über einen größeren Eingriff in die Grünanlage gehen«, so Althammer. Udo Albrich, bei der Stadt zuständig für Straßenbau, plädierte dafür, es bei 35 Längsparkplätzen zu belassen: »Das ist eine gute Lösung.«

Kein Radweg und zu wenig Parkplätze am Kindergarten

Verkehrsreferent Roger Gorzel (BL) monierte, dass in der Planung kein Radweg vorgesehen ist. »Mir fehlen auch am Kindergarten mehr Parkplätze, da es dort schon jetzt Probleme gibt, wenn die Kinder gebracht und geholt werden«, so Gorzel. Schwierig sei die Situation derzeit wegen des nur rund 25 Quadratmeter großen Stellplatzes an der Einrichtung der katholischen Kirche und wegen der Feuerwehranfahrtszonen auf beiden Straßenseiten, die ebenfalls ein Parkverbot bedeuten.

Bürgermeister Klaus Ritter informierte dazu, dass es eine Planung mit beiderseitig durch Linien abgetrennte Radwege gibt. »Wir wollen aber erst abwarten, bis der Arbeitskreis Verkehr das Radwegkonzept für die Stadt vorstellt und dann könnten wir das auch noch nachträglich anbringen«, so der Bürgermeister.

»Wegen der Radwege ist die Straße auch mit sieben Meter Breite geplant, sonst wäre es auch schmäler gegangen«, fügte Planer Althammer hinzu. Zur Kindergarten-Stellfläche regte der Bürgermeister an, mit der Kirche zu klären, ob sie diese Flächen freigebe und sich an den Kosten für zusätzliche Parkplätze beteilige.

Der Stadtrat muss über die Gesamtplanung erst abstimmen, nachdem diese den Bürgern vorgestellt worden ist. Wie berichtet, ist dazu eine Informationsveranstaltung am 29. November im k1 geplant. Dabei soll auch eine fiktive Berechnung etwaiger Ausbaubeiträge mit den Anliegern besprochen werden. Alle möglicherweise beitragspflichtigen Anwohner können innerhalb eines Monats nach dieser Veranstaltung die Planung mit Beitragsberechnung im Rathaus einsehen und eine Stellungnahme abgeben.

Feinplanung beginnt erst nach der Stadtratssitzung

Anregungen und Einwände werden dann dem Stadtrat zur Beschlussfassung vorgelegt. Bis dahin haben auch die Stadtratsfraktionen, einzelne Stadtratsmitglieder und der Agenda 21-Arbeitskreis Verkehr die Möglichkeit, sich zur Planung zu äußern. Die eigentliche Feinplanung der Straße beginnt erst nach der neuerlichen Abstimmung im Stadtrat. ga