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Pinkelgerücht bestätigt sich

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Foto: dpa

Traunstein – Für große Empörung sorgte vor drei Wochen das Gerücht um die »Pinkelaffäre« am Traunsteiner Faschingszug. Nun steht fest: Der Vorfall hat stattgefunden. Das bestätigte Marko Braun von der Polizei Traunstein unserer Redaktion.


Ein anonymer Verfasser hatte kurz nach dem Umzug in der Facebook-Gruppe »Spotted Traunstein und Umgebung« berichtet, dass von einem der Faschingswagen auf ein Kind uriniert worden sei. Ein Bub sei von oben bis unten nass gewesen (wir berichteten).

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Nachdem die intensiven Nachforschungen des Veranstalters, der Veitsgroma Zunft, nach Geschädigten oder Zeugen keine Ergebnisse brachten, erstattete der Verein Strafanzeige gegen Unbekannt bei der Polizei. Die Beamten ermittelten unter anderem wegen »Körperverletzung« gegen den »Wildbiesler«.

Auch ein öffentlicher Zeugenaufruf über die Presse wurde gestartet, auf den sich nun eine Besucherin des Faschingszugs meldete. Sie hatte den Vorfall am Faschingssamstag zwischen 14 und 16 Uhr an der Maxstraße beobachtet und später im Internet gepostet.

»An die Person und den Wagen kann sie sich aber nicht genau erinnern«, erklärt Ermittler Marko Braun. Jedoch konnte sie weitere Personen benennen, die den Vorfall beobachtet haben. »Die Ermittlungen sind also noch nicht abgeschlossen«, ergänzt der Traunsteiner Polizist.

Der Präsidentin der Veitsgroma Zunft, Sonja Preisach, ist es ein großes Anliegen, den »ekligen Vorfall« lückenlos aufzuklären und eine Teilnahme des Täters und des betreffenden Wagens in Zukunft zu verhindern.

Die Pinkel-Vorwürfe waren auch Hauptthema bei der Nachbesprechung des Traunsteiner Faschingszugs zwischen Veranstalter, Stadt und Polizei. Grundsätzlich waren aber alle mit dem Verlauf des Faschingszugs sehr zufrieden. Heuer waren aufgrund des Wetters besonders viele Besucher gekommen. Noch diskutiert werden in den nächsten Monaten mögliche Konsequenzen aufgrund der starken Alkoholisierung der Teilnehmer auf den Faschingswagen. apo