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Pilzkrankheit schwächt Kirschbäume

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Bei der »Schrotschusskrankheit« weisen die Blätter zahlreiche braune Flecken auf, vertrocknen und fallen schließlich ab.

Was ist mit unserem Kirschbaum los? Das fragen sich derzeit viele Gartenbesitzer. Auf den Blättern sind zahlreiche karminrote Flecken von einigen Millimetern Durchmesser. Bei starkem Befall stirbt das Gewebe ab, vertrocknet und fällt aus. Es entstehen die typischen »Schrotschusslöcher«. Blätter, besonders der unteren Kronenpartien, sind meist besonders stark befallen, sie fallen jetzt schon massiv ab. Die Früchte haben ähnliche Flecken wie die Blätter, sie verkrüppeln, sind ungenießbar und fallen vorzeitig ab. Der Kirschbaum ist von einer Pilzkrankheit, der sogenannten »Schrotschusskrankheit« befallen.


Dieses Phänomen tritt heuer, so Georg Unterhauser, Kreisfachberater für Gartenkultur und Landespflege am Landratsamt Traunstein, extrem stark auf. Auch Zwetschgenbäume, Pflaumen und Pfirsich seien teilweise sehr stark betroffen. Ursache ist das regnerische, feuchtwarme Wetter in den vergangenen Wochen. Nasse Blätter sind die ideale Voraussetzung für die Pilzinfektion, weiß Unterhauser.

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Zur vorbeugenden Bekämpfung sollten, wenn möglich, alle abgefallenen Blätter und Früchte umgehend aus dem Garten entfernt werden. Spritzmaßnahmen bringen heuer leider nichts mehr, so der Fachberater. Pilzkrankheiten sind nur vorbeugend zu behandeln.

Bei Neupflanzung ist unbedingt auf einen sonnigen und luftigen Standort zu achten. Beim Rückschnitt – er sollte mäßig, aber regelmäßig bereits im Herbst durchgeführt werden – sind die vorhandenen Triebinfektionsstellen als Ausgangsherde der Krankheit soweit wie möglich durch Schnitt ins gesunde Holz zu beseitigen.

Wer mehr über entsprechende Gegenmaßnahmen, standortgerechte Pflanzungen und ähnliches wissen will, der kann sich an Georg Unterhauser, Fachberater für Gartenkultur und Landespflege im Landratsamt Traunstein, Telefon 0861/58385, wenden. fb