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»Photovoltaikanlage Enthal« soll 2014 ans Netz gehen

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Bergen. Einen Sachstandsbericht zum geplanten Projekt »Photovoltaikanlage Enthal« auf der ehemaligen Deponie gab Birgit Seeholzer vom Landratsamt Traunstein in der jüngsten Sitzung des Gemeinderates. Sie hält die Fläche im Bereich von Enthal in südlicher Richtung für ideal. Die dortige Geologie biete gute Bedingungen. Seeholzer berichtete über entnommene Proben und abfallrechtliche Genehmigungsanträge. Derzeit laufe die Entwurfsplanung und ein Interessenbekundungsverfahren. Die Gemeinde könne sich an dem Projekt beteiligen.


Die Anlage könnte bereits im Juni 2014 ans Netz gehen und nach etwa elf Jahren schwarze Zahlen schreiben. Bürgermeister Bernd Gietl sagte, der Gemeinderat werde in einer der nächsten Sitzungen über eine Beteiligung der Gemeinde entscheiden.

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Weiter berichtete Gietl vom »Runden Tisch« zum Thema Hochwasser-Analyse mit dem Wasserwirtschaftsamt (WWA) Traunstein. Das Ergebnis war die Zusicherung des WWA, den Damm am Schlipfinger Weiher nach Schwachstellen zu untersuchen und diese zu beheben. Weiter erscheine eine Pegelmessstelle am Schlipfinger Weiher mit direkter Verbindung zur Leitstelle in Traunstein sinnvoll. Der weitere Ausbau der Weißache werde vom WWA nur noch auf der Basis eines Planfeststellungsverfahrens verfolgt. Ein Beschluss des Gemeinderates liegt hierzu vor. Gietl sagte, aufgrund der letzten Starkregenereignisse müsse die Abflussmenge neu berechnet werden. Dies erfordere eine komplett neue Überplanung.

Der Bürgermeister betonte, für den Ausbau des Bergener Baches sei alleine das WWA zuständig und dieses sehe den Bergener Bach in der Dringlichkeit nachrangig gegenüber der Weißache. Einig waren sich Gemeinde und Vertreter des WWA über eine angemessene Entschädigung der Landwirte bei entsprechender Schädigung der Wirtschaftsflächen, die als Retentionsflächen dienen. Gietl sagte, Gespräche mit den Landwirten würden zeitnah stattfinden.

Für Bauarbeiten an den Bachbetten von Bergener Bach und Weißache, die die Gemeinde erledige, übernehme das WWA bei Folgeschäden keinerlei Verantwortung mehr. Entsprechende Schadenersatzforderungen wären dann von der Gemeinde zu tragen, hieß es.

Beim Bebauungsplan »Sondergebiet Campingplatz« sprach sich der Gemeinderat für den vom Antragsteller gewünschten Bau von zehn Chalets mit wechselnden Gästen aus, lehnte jedoch die von Sebastian Lichtmannegger beantragte Glaseindeckung der Terrassen ab.

Bewilligt wurden die Zuschüsse an örtliche Vereine und Organisationen für das Jahr 2013 in Höhe von zusammen 9400 Euro. Maria Kraus-Osenstetter (Grüne) regte an, dabei sollte auch der neue Verein »Soziale Bürgerhilfe Bergen-Vachendorf e.V.« mit aufgenommen werden. Das Gremium sprach sich für eine generelle Überprüfung der Zuschussliste aus.

Zugestimmt wurde dem Bauantrag von Alois Schroll zum Bau einer Kapelle in der Gemarkung Holzhausen im Bereich des Kleierberges. Abschließend würdigte der Bürgermeister die Vereine und die Grund- und Mittelschule Bergen für den »Tag der Vereine« in und vor der Schule. OH