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Pflegebett zum Ausleihen

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Unterwössen – Senioren und ihre Bedürfnisse gewinnen auch in Unterwössen immer mehr an Bedeutung. Die Gemeinderäte besuchten deshalb vor ihrer jüngsten Sitzung den Seniorentreff und ließen sich von der neuen Seniorenbeauftragten Tamara Maier über neue Konzepte informieren.


Sehr angetan waren die Räte von dem Wössner Treff für Jugendliche und Senioren an der Hauptstraße 61, den es auf Initiative von Adelheid Meirer vom Unterwössner Regenbogen bereits seit einem Jahr gibt. Früher war in dem Haus eine Eisdiele untergebracht, danach stand es für zwei Jahre leer. Heute dient das Haus außerdem noch partiell dem Wössner Regenbogen als Büro.

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»Eine sinnvolle und gute Ergänzung hat der Seniorentreff nun durch die neue Seniorenbeauftragte Tamara Maier erfahren«, sagte Bürgermeister Ludwig Entfellner bei der Ortsbesichtigung. Als direkte Ansprechpartnerin bringe sie nicht nur einen Mehrwert für die Bevölkerung und soziale Einrichtungen, sondern entlaste auch die Gemeindeverwaltung.

Die gelernte Hauswirtschafterin ist nach eigenen Worten gerade dabei, ein Programm für die Senioren im Wössner Treff aufzubauen. Über das bereits sehr beliebte Seniorenfrühstück mit regelmäßig über 30 Teilnehmern hinaus, sollen künftig auch Informationsvorträge, beispielsweise über Trickbetrüger, oder Tipps für eine sinnvolle Freizeitgestaltung wie Basteln oder Gedächtnistraining stattfinden.

Auch die so genannte »Taschengeldbörse« wird im Treff koordiniert. Hierbei bieten Jugendliche den Senioren für ein Taschengeld kleinere Hilfsdienste des täglichen Lebens an wie Botengänge, Einkaufen, Rasenmähen.

Als aktuellste Neuerung ist ein Pflegebett angeschafft worden, das die Gemeinde zwischenfinanziert hat und der Wössner Frauenbund größtenteils spenden wird. Wie Maier informierte, soll die Anschaffung kurzfristig zeitliche Engpässe von der ärztlichen Verordnung und der Genehmigung durch die Krankenkasse bis zur Lieferung schließen. Der finanzielle Aufwand für den Nutzer sei mit 50 Euro Ausleihgebühr und 80 Euro für eine Matratze vergleichsweise niedrig.

Angesichts des absehbaren steigenden Bedarfs plädierten die Gemeinderäte Sandra Sonntag (FDP) und Andreas Bichler (Verein Freie Wählergemeinschaft) für die Anschaffung eines zweiten Pflegebetts für die Gemeinde. bvd

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