weather-image
21°

Pfarrerin Dorothea Marien ins Amt eingeführt

3.0
3.0
Bildtext einblenden
Die neue Traunreuter Pfarrerin Dorothea Marien (von links) mit Dekan Peter Bertram und ihren Assistenten Anneliese Marien, Manfred Leib und Richard Schuster. (Foto: Mix)

Traunreut. Pfarrerin Dorothea Marien, die seit 1. September die zweite Pfarrstelle in der evangelischen Paulus-Gemeinde innehat, wurde jetzt im Rahmen eines Gottesdienstes feierlich in ihr neues Amt eingeführt. Vertreter der Stadt und der übrigen Kirchengemeinden empfingen die neue Pfarrerin sehr herzlich und drückten ihre Freude aus, in Dorothea Marien eine Mitstreiterin für die Ökumene gefunden zu haben.


Dekan Peter Bertram stellte sie vor und gab einen kurzen Abriss ihres vielfältigen Engagements. Seiner Meinung nach passe sie sehr gut nach Traunreut, wo »Menschen aus verschiedenen Orten eine neue Heimat und einen Weg des Miteinanders gefunden haben«. Dekan Bertram betonte: »Traunreut steht für mich für beeindruckende Integrationsleistung.«

Anzeige

Dorothea Marien, die viel in der Welt rumgekommen sei und schon immer diakonisches Handeln in den Vordergrund gestellt habe, sei davon angesprochen worden bei ihrer Bewerbung für die zweite Pfarrerstelle. »Da lässt sich jemand ein auf diese Stadt und die besonderen Menschen, die sie zu dem gemacht haben, was sie heute ist«, so Bertram, »Traunreut bekommt eine vielseitig begabte, lebens- und berufserfahrene Pfarrerin. Lassen Sie sich auch auf sie ein und unterstützen Sie sie.«

Die vier von ihr ausgewählten Assistenten bei der Amtseinführung legten nacheinander eine Hand auf ihren Kopf. Sie bezeugten damit, dass die Pfarrerin durch den Heiligen Geist Kraft erhält, und lasen dazu einen passenden Bibelspruch. Assistenten waren ihre Mutter Anneliese Marien, Manfred Leib, Chorleiter ihrer bisherigen Gemeinde in Landshut, Richard Schuster, Vertrauensmann der Traunreuter Paulusgemeinde sowie Pfarrer Stefan Hradetzky.

In ihrer Predigt ging Marien dann auch auf den diakonischen Gedanken ein. Sie erzählte, wie die christliche Urgemeinde vor mehr als 2000 Jahren den Grundstein dafür legte und sich um die Versorgung der Schwächsten in der Gemeinde kümmerte. »In der Gemeinde sind alle gleich und der praktische Dienst an den Menschen ist heute noch so wichtig wie damals. Die Diakonie ist die Säule kirchlichen Handelns.«

Nach dem Gottesdienst empfingen die Traunreuter ihre neue Pfarrerin im Gemeindesaal. Bürgermeister Klaus Ritter würdigte Dekan Bertram für seine Worte über die Stadt Traunreut. »Es ist schön, dass sie unsere Stadt so positiv bewerten, das ist die Leistung der Menschen, der Vereine, der Betriebe hier. Es ist unsere Leistung und wir sind stolz darauf«, erklärte er. Ihn freue es besonders, dass die neue Pfarrerin in die gleiche Richtung strebe. Das Team des evangelischen Kindergartens mit Leiterin Manuela Ahne empfing sie, die nun für die 60 Kinder, 120 Elternteile und zehn Mitarbeiterinnen des Kindergartens zuständig ist, und überreichten ihr zum Einstand eine gefüllte Kindergartentasche.

Für die übrigen Kirchengemeinden in der Stadt sprachen Pastoralreferentin Melanie Lüking von der katholischen Pfarrei »Zum Heiligsten Erlöser«, Priester Constantin Bartok für die rumänisch-orthodoxe Gemeinde, Achillefs Lazos für die griechisch-orthodoxe Gemeinde und Kurat Michael Pabel für die altkatholische Gemeinde. Sie alle hießen die neue Mitstreiterin im Sinne der Ökumene von Herzen willkommen. Lüking stellte stellvertretend für alle fest: »Wir können viel gemeinsamen gestalten. Wir haben alle den gleichen Gott und das gleiche Ziel.« Zur Zusammenarbeit eingeladen wurde die Seelsorgerin auch vom Trostberger Pfarrer Wolfram Hoffmann, dem Senior des Pfarrkapitels, und dem Vertrauensmann der Paulus-Gemeinde Richard Schuster.

Schweren Herzens hätten die Mitglieder der evangelischen Gemeinde von Landshut die Pfarrerin ziehen lassen, meinte Manfred Leib, der dortige Chorleiter, der vor allem die musikalische Seite der Pfarrerin würdigte. mix