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Pfarrer-Ellmann-Straße eingeweiht

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Bürgermeister Thomas Gasser (links) und ein strahlender Pfarrer Karl Ellmann enthüllen das neue Straßenschild. (Foto: Mergenthal)

Teisendorf. »Ich dachte zuerst, das ist ein Gag«, verriet der ehemalige Teisendorfer Pfarrer, Monsignore Karl Ellmann, bei der Einweihung der »Pfarrer-Ellmann-Straße« im Teisendorfer Neubaugebiet »Vogelau III«. Namensgeber einer Straße zu sein, war ein Geschenk zu Ellmanns 70. Geburtstag im April 2012. Dass es kein Gag ist, habe er daran gemerkt, dass der damalige Bürgermeister Franz Schießl die Amtskette trug, während er ihm die Urkunde für sein Geschenk übergab, erklärte Ellmann schmunzelnd. Etwa 70 Bürger feierten die Einweihung mit, darunter Anwohner aus der Siedlung und dem Neubaugebiet, Kindergartenkinder, Vertreter der Firmen und Gemeinderäte. Auch Altbürgermeister Fritz Lindner und der ehemalige Rathauschef Franz Schießl waren gekommen. Feierlich umrahmt wurde der Festakt von der »Rupertino-Brass«.


»Unbandig gefreut«

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Er habe sich »unbandig gefreut«, dass der Beschluss für die Benennung der Straße einstimmig quer durch alle Fraktionen fiel, sagte Ellmann, der seit zwei Jahren seinen Ruhestand genießt. Sein Vater freue sich bestimmt vom Himmel aus mit, sagte der Priester: Diesem sei es anfangs sehr schwer gefallen, zu akzeptieren, dass sein »Stammhalter« Pfarrer wird, statt den Familiennamen weiterzugeben. »Jetzt ist der Name über Generationen gerettet.«

Der Gedenktag der Schutzengel sei ein sehr passender Termin für die Einweihung: Ellmann wünschte allen, die diese Straße und die ebenfalls neu errichtete Schützenstraße benutzen, vor Unfällen bewahrt zu bleiben und dass sich die neuen Anrainer hier wohlfühlen. Für das Neubaugebiet habe die Gemeinde Teisendorf »ein besonders schönes Gebiet« ausgesucht, schwärmte er angesichts der sonnigen Lage am südlichen Ortsrand mit Blick auf die Berge. Auch über den Besuch der Kindergartenkinder und die Musik zeigte sich der Pfarrer sehr bewegt. »Es ist so schön, wieder in Teisendorf zu sein und euch zu sehen«, sagte er.

Die eigentliche kirchliche Segnung nahm der Teisendorfer Ruhestandspfarrer Anton Parzinger vor. Nach einer passenden Schriftlesung aus dem Buch Jesaja – »Bahnt für den Herrn einen Weg durch die Wüste« – erinnerte er an die Mühen, die die Anlegung einer Straße bereitet, und die symbolische Bedeutung von Wegen und Straßen. »Gott geht unsere Lebenswege mit«, betonte er. Da könne es auch Hindernisse geben, für die man viel Geduld brauche. Es gelte, den Weg zu ebnen, damit Gott bei uns ankommen kann und der Himmel nahe ist. Gott offenbare seine Liebe dadurch, dass er richte und in Ordnung bringe, was im Leben der Menschen schief ist.

Das noch mit einem weißen Tuch verhüllte Schild wurde von Parzinger mit Weihwasser besprengt und danach von Bürgermeister Thomas Gasser und dem Namensgeber feierlich enthüllt. Gasser gab einen kleinen Rückblick auf die Erschließung des Baugebiets: Anfang 2012 gab es erste Gespräche mit der Familie Wieninger über die Erweiterung des Baugebiets im Süden des Marktes. Am 7. Mai 2012 wurde der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan gefasst. Am 17. Juli 2012 beschloss der Marktgemeinderat, die Planung an das Priener Büro Dippold und Gerold zu vergeben.

Ein wichtiger Tag für die Pfarrer-Ellmann-Straße war der 6. August 2012: An diesem Tag wurde der Ankauf von Straßengrund von Johann Eder durch die Gemeinde vor dem Notar besiegelt. Gasser dankte Johann Eder und auch der Feuerschützengesellschaft, die beim Umbau des Kugelfanges so kooperativ gewesen sei, was ebenfalls mit einem Straßennamen gewürdigt wurde. Anfang September 2013 wurden in der Gemeinderatssitzung die ersten Grundstücke an Einheimische vergeben. Rechtskräftig wurde der Bebauungsplan »Vogelau III« am 17. Dezember 2013. Der erste Bauantrag ging bei der Gemeinde bereits am 17. April ein. Inzwischen wird fast auf allen Grundstücken gebaut. Nach dem offiziellen Teil lud Gasser alle Gäste noch zu einer Brotzeit im Gasthof »Alte Post« ein. vm