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Pfarrer Martin Straßer wird ins Amt eingeführt

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Reit im Winkl. Gleich für vier Ortschaften wird es ein bedeutsamer Festgottesdienst werden, der am Sonntag um 17 Uhr in der Reit im Winkler Pfarrkirche St. Pankratius stattfinden wird. Gefeiert wird die offizielle Amtseinführung des neuen Pfarrers Martin Straßer. Damit verbindet sich für die vier Pfarreien eine einschneidende Änderung ihrer viele Jahrhunderte umspannenden Kirchengeschichte: Die katholischen Pfarreien Schleching, Unterwössen, Reit im Winkl und die Kuratie Oberwössen sollen künftig einen gemeinsamen Pfarrverband bilden (wir berichteten). Seit dem 1. Dezember schon arbeitet der ehemalige Militärpfarrer Straßer intensiv an seiner neuen Aufgabe.


Eingeladen wurden zu diesem Festgottesdienst vom Traunsteiner Dekan Georg Lindl sowie dem Reit im Winkler Pfarrgemeinderat und der Kirchenverwaltung viele Vertreter öffentlicher Institutionen, die Bürgermeister und Ortsvereine sowie sämtliche kirchlichen Mitarbeiter aus allen vier Ortschaften. Bereichern werden die Messe aus jedem der vier Orte eine musikalische Gruppierung: So werden die Schlechinger Alphornbläser erwartet, die Unterwössener Bläser und die Walchschmied Buam aus Oberwössen. Für Reit im Winkl wird der Männergesangsverein die Schubertmesse vortragen.

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»Es könnten um die 70 Ministranten werden und über 10 Pfarrer, die den Gottesdienst mitfeiern«, erklärt der neue Pfarrer Martin Straßer auf Anfrage, genauere Planungen würden erst kurzfristig möglich sein. Zugesagt haben die beiden aus Reit im Winkl stammenden Monsignores Wolfgang und Christoph Huber. »Mir ist es wichtig, dass sich alle Gläubigen angesprochen und eingeladen fühlen«, wie der gebürtige Rottauer ergänzt. Im Anschluss an den Gottesdienst sind die Kirchgänger zu einem Stehempfang im Festsaal an der Tiroler Straße eingeladen.

Durch den Wechsel Anfang Dezember habe sich an der Gottesdienstordnung kaum etwas geändert, so der neue Pfarrer, der die beiden in den Ruhestand verabschiedeten Priester Johann Spiolek (Reit im Winkl) und Klaus Wernberger (Unterwössen/Schleching) gleichermaßen »beerbt«. Dass noch in keinem der Orte Gottesdienste ausfallen mussten, liegt freilich auch daran, dass Pfarrer Martin Straßer eine Reihe von Helfern zur Seite stehen: so die beiden Diakone Erik Oberhorner und Klaus Mühlberger, die allerdings hauptamtlich einem Zivilberuf nachgehen, die Ruhestandspriester Josef Kreuzpointner und Paul Voggenauer, sowie der aus Indien stammende Pater Jim John Vadakkumparambil OCarm. Sie sind alle für den gesamten Pfarrverband zuständig.

Offiziell gegründet werden soll dieser Verband allerdings voraussichtlich erst 2015. Bis dahin ist Pfarrer Straßer von der Diözese auch damit beauftragt, an den vier Orten entsprechende Strukturen zu schaffen: So muss beispielsweise erst ein Pfarrverbandsrat gegründet werden, auch ein passender Name für den Verband ist noch nicht gefunden.

Doch nun soll mit dieser großen Messe am Sonntag der neue Pfarrer erst einmal offiziell installiert werden. Geplant ist dabei, vor der Messe den neuen Pfarrer in einem kleinen Festzug vom Pfarramt zur Kirche zu geleiten. Nach der Festmesse soll ein großer Zug gebildet werden, der von der Kirche zum Festsaal führen wird. Dort ist dann der Stehempfang vorgesehen. »Ich sehe in der Verbindung der vier Orte zu einem Pfarrverband sehr viele Chancen, die das kirchliche und gemeindliche Leben bereichern können«, sagt Pfarrer Martin Straßer, der sich auf diese neue Herausforderung »sehr freut«, wie er abschließend betont. ost

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