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Pfarrer Ionel Anghel verlässt den Pfarrverband

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Pfarrer Ionel Anghel, von den meisten Pater Ionutz genannt, wird von der Leitung des Pfarrverbands Chieming entpflichtet. Er will Priester in der Erzdiözese München und Freising werden und muss deshalb aus seiner Ordensgemeinschaft der Franziskaner-Minoriten austreten. (Foto: Volk)

Chieming – Pfarrer Ionel Anghel, Leiter des Pfarrverbandes Chieming mit den Pfarreien Nußdorf, Hart und Ising, verlässt den Pfarrverband. Der beliebte Seelsorger, besser bekannt als Pater Ionutz, will Diözesanpfarrer werden und hat sich deshalb entschlossen, aus seiner Ordensgemeinschaft der Franziskaner-Minoriten auszutreten.


Dem Wechsel in die Diözese München-Freising geht eine bis zu drei Jahre dauernde Probezeit für die Inkardination (Eingliederung) voraus. Diese Probezeit beginnt bereits am 1. Oktober. Ab diesem Zeitpunkt wird er als Aushilfe in einer noch unbekannten Pfarrgemeinde in der Erzdiözese tätig sein. Dies hat zur Konsequenz, dass Pater Ionutz von der Leitung des Pfarrverbandes entpflichtet wird.

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»Ich bedauere sehr, dass ich durch diese meine Entscheidung, den Pfarrverband nach so kurzer Zeit verlassen muss. Die Verbundenheit mit den Menschen unserer Pfarreien macht mir den Abschied sehr schwer«, sagte der Seelsorger sichtlich bewegt. Er habe sich in den nur drei Jahren als Pfarrverbandsleiter sehr an die Menschen gewöhnt und es habe ihm im Chiemgau sehr gefallen. Viele werde er mit seinem Entschluss vor den Kopf stoßen und traurig machen. Er bat jedoch um Verständnis für seine Lebensentscheidung und darum, diese im Gebet mitzutragen.

Seit einigen Jahren schon trage er sich mit dem Gedanken, als Diözesanpriester zu leben, der konkrete Entschluss reifte jedoch erst »nach einer intensiven Zeit des Nachdenkens und Betens und zahlreichen Gesprächen«, betonte Pater Ionutz. Verschiedene Umstände und Aufgaben in seiner Ordensgemeinschaft und im persönlichen Umfeld erlaubten ihm jedoch erst in diesem Jahr eine Entscheidung. Sein rumänischer Provinzial, der Obere der rumänischen Ordensgemeinschaft, erteilte die Erlaubnis für die Probezeit und Eingliederung in die Erzdiözese und auch Kardinal Reinhard Marx stimmte zu, berichtete Pfarrer Ionel Anghel.

Zur Zukunft der Seelsorge und Leitung des Pfarrverbandes Chieming und der zugehörigen Pfarreien informierte der Seelsorger, dass Michael Kohl weiterhin als Pastoralreferent im Dienst bleibe, ebenso Pater Liviu Romila als Kaplan und Pater Florin als Aushilfe. Die Pfarradministration wird ab 1. Oktober Pater Gabriel Budau aus der Ordensgemeinschaft der Franziskaner-Minoriten übernehmen, die auch den Pfarrverband Heiliger Franz von Assisi mit den Pfarreien Grabenstätt, Bergen, Vachendorf und Erlstätt betreut. Bis spätestens Ende des Jahres wird Kardinal Marx bekanntgeben, wer zum Pfarrer beziehungsweise Pfarradministrator ernannt  wird. Pater Ionutz kündigte an,  dass  er mit den jeweiligen Pfarrgemeinderäten Verabschiedungsgottesdienste planen werde, die im Laufe des Monats September stattfinden werden. pv

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