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Pfarrer Häusl hörte aus gesundheitlichen Gründen auf

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Chieming. Der Pfarrverband Chieming hat keinen Leiter mehr: Pfarrer Mathias Häusl wurde am Mittwoch aus gesundheitlichen Gründen von seinen Aufgaben entbunden. Dies teilte Dekan Georg Lindl mit. Häusl wählte diesen Schritt aus freien Stücken, betonte Lindl. Diese Entscheidung verdiene Respekt und Unterstützung.


Die Umstände des Abgangs seien allerdings problematisch, betont Lindl im Gespräch mit dem Traunsteiner Tagblatt. »Denn Pfarrer Häusl hat sich nicht von seiner Gemeinde verabschiedet,« sagt der Dekan, der keine näheren Angaben zur Krankheit des 49-Jährigen machen wollte. Momentan weiß Lindl selbst nicht, wo sich Häusl aufhält. »Angeblich erholt er sich in einem Kloster in Südtirol.«

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Wieso Häusl diesen Weg gewählt hat, ist unklar. Schließlich stand schon im Herbst fest, dass er zum Jahreswechsel aufhöre, so Lindl weiter. »Sein Abgang hat in der Gemeinde nun für Irritationen gesorgt«, so Lindl. Schließlich sei der Pfarrer, so schildert der Dekan seine ersten Eindrücke, in der Gemeinde durchaus beliebt gewesen. »Die Leute sind nun enttäuscht«, fügt er hinzu.

Mathias Häusl war fast zehn Jahre im Pfarrverband Chieming, der die Orte Chieming, Hart, Ising und Nußdorf umfasst, seelsorgerisch tätig, davor war der gebürtige Bad Reichenhaller in Bad Endorf beschäftigt. Ob er zu einem späteren Zeitpunkt wieder seelsorgerisch tätig sein wird, ist momentan noch völlig offen. »Die Türe ist aber auf«, sagt Lindl. Nur zu einer Verabschiedung in Chieming wird es wohl nicht mehr kommen. »Diese Chance ist vertan.«

Der Pfarrverband wird nun bis zum 31. August von Georg Lindl selbst als Pfarradministrator geleitet. »Erste Gespräche mit den Mitarbeitern des Pfarrbüros hat es bereits gegeben«, erzählt Lindl. »Viel Arbeit ist das jetzt«, betont er, »schließlich habe ich in Traunstein auch noch meine Gemeinden.« Unterstützt wird Lindl bei seiner Arbeit in Chieming von Pater Liviu Romila, einem Franziskaner aus Grabenstätt. Er wird die priesterlichen Dienste in Chieming übernehmen. »Ich werde aber ab und zu auch mal bei einem Gottesdienst dabei sein«, kündigt Lindl an.

Zum 1. September soll dann der Nachfolger von Mathias Häusl seinen Dienst antreten. »Es steht fest, dass das jetzt nur eine Übergangslösung ist,« sagt Georg Lindl. Den Namen des neuen Pfarrers wollte er aber noch nicht verraten. Dieser wird frühestens im Juni bekannt gegeben. SB